Catch the Killer – DVD Kritik zum Thriller

Shailene Woodley in Catch the Killer © leonine

Die Kritik:

Eigentlich habe ich mich bei Catch the Killer die ganze Zeit über gefragt: Warum?. Warum wurde dieser Film gemacht? Alles wirkt auf mich zu vertraut, zu altbekannt. Vom Moment der Erleuchtung durch die Hauptfiguren, wodurch der Fall schließlich geknackt werden kann, über die obligatorischen Hindernisse durch inkompetente, egoistische Politiker bis zu den üblichen falschen Fährten habe ich hier alles einfach schon zu oft gesehen. Serienkiller wird von Cops gejagt – mal wieder.

Catch the Killer – DVD Cover © leonine

Die wirklich zündende, originelle Idee fehlt mir hier einfach. Das soll nicht heißen, dass Catch the Killer nicht auch über Schauwerte verfügt, gerade gegen Ende gibt es einen schönen Austausch zwischen zwei Figuren, der in diesem Genre eher unüblich ist, doch krankt auch diese Szene, genau wie weite Teile des Films daran, dass die Hauptfigur Eleanor kaum zu greifen ist, weil zu vieles an ihrem Charakter als bloße – noch dazu sehr unelegante – Behauptung bleibt.

Auch die eigentlich sehr starke Eröffnung, die ein scheinbar sinnloses Massaker durch einen Scharfschützen zeigt, erinnerte mich zu sehr an die aus Jack Reacher. Dennoch verfehlt dieses keinesfalls seine Wirkung. Das dadurch entstehende Chaos wird dabei vom Team hinter der Kamera kompetent eingefangen. Generell besticht Catch the Killer immer wieder durch atmosphärische Aufnahmen, welche wiederum musikalisch schön untermalt werden.

Der Fall selbst kann mich dann – trotz fehlender Innovation und einiger Fragezeichen, die bleiben –durchaus unterhalten. Vieles geht dabei auf das Konto dieser ersten Szenen, den Rest erledigt dann ein saucooler Ben Mendelsohn, der hier noch am ehesten als Sympathieträger funktioniert. Einige Spannungsspitze entstehen dann eben glücklicherweise doch.

DVD Kritik
  • 10/10
    Film - 10/10
  • 7/10
    Bild - 7/10
  • 7/10
    Ton - 7/10
  • 1/10
    Extras - 1/10
6.3/10

Bild:

Für eine DVD ein angemessenes Bild.

Ton:

Für eine DVD ein angemessener Ton.

Extras:

Leider sind mit Ausnahme von einigen Trailern keine Extras vorhanden

Fazit:

Fazit: Vieles, was hier versucht wird, kann ich durchaus wertschätzen, anderes langweilt mich mittlerweile nur noch, und so manches gefiel mir dann doch wieder sehr. So bleibe ich etwas zwiegespalten zurück, gerade weil ich diesen etwas Geschmack von neu aufgewärmtem Essen vom Vortag einfach nicht so ganz loswerde…


von Sebastian Stegbauer

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