Die Wolf-Gäng - Film

Die Wolf-Gäng: V.l.n.r.: Vlad (AARON KISSIOV), Wolf (ARSSENI BULTMANN) und Faye (JOHANNA SCHRAML) © 2019 Carolin Ubl / Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH / Rat Pack Filmproduktion GmbH
Die Wolf-Gäng (Deutschland, 2020)
Genre: , , ,
Internationaler Titel: Die Wolf-Gäng

Kinostart: 23.01.2020
FSK: unbekannt
Verleih: Sony Pictures

Inhalt:

Es ist der Horror für jeden Teenager: ‚Der Neue‘ in der Klasse zu sein. Vlad (AARON KISSIOV) ist mit seinem Vater Barnabas (RICK KAVANIAN) nach Crailsfelden gezogen, einer fantastischen Stadt voller Feen, Hexen, Trolle, Zwerge – und Vampire, wie Vlad und Barnabas. Der 13-Jährige ist neu an der Penner-Akademie, der berühmtesten magischen Schule der Welt. Und gleich am ersten Tag passiert Vlad etwas richtig Peinliches: Beim Anblick eines Blutstropfens muss er sich vor versammelter Mannschaft übergeben. Denn: Er ist ein Vampir, der kein Blut sehen kann. Zusammen mit seinen beiden neuen Freunden, Faye (JOHANNA SCHRAML), einer Fee mit Flugangst, und Wolf (ARSSENI BULTMANN), einem Werwolf mit Tierhaarallergie, ist er damit in trauriger Gesellschaft – und die Lachnummer der ganzen Schule. Der gutmütige Hausmeister Hannappel (AXEL STEIN) lenkt die Wolf-Gäng allerdings in die richtige Richtung und so kommen die sympathischen Anti-Helden einer geheimnisvollen Verschwörung rund um Bürgermeister Louis Ziffer (CHRISTIAN BERKEL) und seiner Sekretärin Frau Circemeyer (SONJA GERHARDT) auf die Spur, die ganz Crailsfelden mitsamt seiner magischen Bewohner in den Untergang stürzen könnte – und lernen dabei, sich selbst zu akzeptieren, so wie sie sind.



Trailer zu Die Wolf-Gäng


Besetzung und Stab

Regie:

Tim Trageser

Darsteller:

Aaron Kissiov, Johanna Schraml, Arsseni Bultmann, Rick Kavanian, Christian Berkel, Axel Stein, Sonja Gerhardt

Produzent:

Christian Becker

Kamera:

Felix Poplawsky

Musik:

Andreas Weidinger

Drehbuch:

Marc Hillefeld

Story:

Wolfgang Holbein


Filminfo und Wissenswertes zu Die Wolf-Gäng

IT’S A KIND OF MAGIC
Die Besetzung von Vlad, Wolf & Faye

Als nächstes ging es daran, die geeigneten Kinder-Darsteller für die drei Schlüsselrollen zu finden: Vlad, der Vampir, Faye, die Elfe, und Wolf, der Werwolf, alle 13 Jahre alt. Hierfür hatte die Besetzungs-Expertin Jacqueline Rietz aufwendig in allen großen deutschen Städten gesucht und zu Castings eingeladen. Daraufhin wurden dann viele Kinder in zahlreichen Runden von Rietz und Trageser unter die Lupe genommen, bis man sich absolut sicher war, den Richtigen/die Richtige für die Rolle gefunden zu haben. Der Regisseur erinnert sich: „Aaron Kissiov hatte ich schon länger im Auge. Aber zu Anfang war er noch für eine Fortsetzung von Liliane Susewind gesperrt. Als dieser Film dann doch nicht zu Stande kam, habe ich ihn eingeladen und es hat sofort gefunkt. Er ist hochintelligent und hatte genau den trockenen Humor, gepaart mit dieser gewissen düsteren Ernsthaftigkeit, die ich für Vlad gesucht habe.“

Auch Arsseni Bultmann stand bei Trageser schon sehr früh ganz oben auf der Liste: „Er sprüht nur so vor Einfällen und Energie, er improvisiert auch gerne. Das für die Rolle von Wolf nutzen zu können, ist ein großes Geschenk. Das können nicht viele junge Schauspieler.“ Während Aaron und Arsseni bereits über Dreherfahrung verfügten, bedeutete DIE WOLF-GÄNG für Johanna Schraml den ersten Auftritt vor der Kamera. „Das war schon ein Wagnis“, gibt Trageser unumwunden zu. „Denn für mich war Faye die wichtigste Rolle im Film. Ich hatte immer das Gefühl, wenn man dieser Rolle nicht glaubt, wenn man Faye nicht für eine Elfe hält, dann bricht die ganze magische Welt zusammen. Johanna hat diese Welt zusammengehalten und uns alle beflügelt. Immer, wenn ich sie im Sucher der Kamera gesehen habe, wusste ich, dass ich richtig liege. Denn immer, wenn sie vor der Kamera war, wurde es magisch.“

Auch Christian Becker findet, dass sich das lange Casting gelohnt hat: „Als wir dann diese Drei gefunden hatten, haben wir uns sofort in sie verliebt und waren begeistert, wie gut sie ihre Figuren mit Leben erfüllt haben.“

V.l.n.r.: Faye (JOHANNA SCHRAML), Vlad (AARON KISSIOV) und Wolf (ARSSENI BULTMANN)
V.l.n.r.: Faye (JOHANNA SCHRAML), Vlad (AARON KISSIOV) und Wolf (ARSSENI BULTMANN) © 2019 Carolin Ubl / Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH / Rat Pack Filmproduktion GmbH
DIE MÄNNLICHE ANKE ENGELKE
Die Besetzung der erwachsenen Rollen

Mindestens ebenso wichtig wie die Kinderrollen war die Besetzung der erwachsenen Figuren. Gecastet wurde Sonja Gerhardt. Axel Stein, Christian Berkel und Rick Kavanian kannte Trageser bereits gut und ihm war somit klar, auf wen er sich da einließ. Was Sonja Gerhardts Part als Hexe Circemeyer betraf, wussten die Filmemacher selbst noch nicht, wie weit sie mit diesem Charakter gehen konnten. Aber Trageser „schwebte immer eine disneyeske Figur vor, ein menschgewordener Animations-Charakter. Nach dem Casting mit Sonja wusste ich, das ist sie! Sie hat so viele wunderbare Ideen in die Rolle eingebracht, allein was sie mit ihrer Stimme macht – Hammer!“

Ein besonderes Vergnügen bereitete es Tim Trageser, nach Hilfe, ich hab meine Eltern geschrumpft erneut mit Axel Stein zusammenarbeiten zu können. Bereits „beim Dreh von ‚Hilfe…geschrumpft‘ hatte ich ihn schon für die Rolle des Zauberers Hannappel vor Augen. Das wusste er natürlich nicht. Aber sobald es konkret mit DIE WOLF-GÄNG wurde, habe ich ihn angerufen und er war sofort mit an Bord. Er ist ein toller Schauspieler und Mensch.“

Etwas schwieriger gestaltete es sich dann, Christian Berkel für dieses Projekt zu engagieren, was allerdings lediglich an seinem prall gefüllten Terminkalender lag. Das verwundert Trageser keineswegs. Denn „jeder will mit diesem Mann arbeiten. Er kann ja auch alles. Einen Antagonisten in einem Kinderfilm hatte er allerdings noch nie gespielt und darüber habe ich ihn dann auch bekommen können. Wir haben dann unseren gesamten Drehplan auf ihn ausgerichtet, was hart war, aber ich wollte ihn und nur ihn als Louis Ziffer.“

Eine weitere erwachsene Schlüsselrolle wurde mit Rick Kavanian besetzt. Der Comedian ist vor allem durch seine Auftritte aus Michael Bully Herbigs Blockbuster Der Schuh des Manitu oder (T)Raumschiff Surprise – Periode 1 bekannt. Außerdem war er in Christian Beckers Produktion Jim Knopf & Lukas der Lokomotivführer als Die Wilde 13 mit von der Partie. Die Zusammenarbeit mit Kavanian war für den Regisseur ganz besonders: „Rick ist ein großartiger Schauspieler. Ich glaube, dass das die wenigsten, die ihn nur als Comedian sehen, wissen. Aber er beherrscht die gesamte Bandbreite – in DIE WOLF-GÄNG zu sehen, wenn er zum Beispiel das Bild seiner verstorbenen Frau betrachtet. Für mich ist Rick wie eine männliche Anke Engelke, die göttlich als Comedian ist und die man trotzdem in jedem Drama besetzen kann.

KREATIV, INNOVATIV, PRODUKTIV
Das Team hinter der Kamera

Wenn man einen sehr Effekte-lastigen Film wie DIE WOLF-GÄNG realisiert, der gerade auf visueller Ebene einiges zu bieten hat, kommt den kreativen Könnern hinter der Kamera eine herausragende Bedeutung zu. Hier greifen Regisseure gerne auf bewährte Kräfte zurück, mit denen sie bereits positive Erfahrungen machen konnten. Da macht auch Tim Trageser keine Ausnahme. So hatte er etwa mit Kameramann Felix Poplawsky bereits bei Hilfe, ich hab meine Eltern geschrumpft kooperiert: „Diese Zusammenarbeit war so fruchtbar, das wollte ich belohnen und fortsetzen. Zumal DIE WOLF-GÄNG vom VFX-Aufwand ungleich schwieriger war als der Schrumpf-Film.“

Gleiches gilt auch für Editor Marco Pav D´Auria, der auch Tragesers vorherigen Kinofilm editierte und der, laut Regisseur, ein wunderbares Timing besitzt. Für die Musik setzte der Filmemacher auf seinen „engsten Vertrauten Andreas Weidinger, der zu allen meinen wichtigsten Filmen die Musik komponiert hat, allen voran zu Der weiße Äthiopier. Er ist einer der besten Komponisten, die wir haben. Nur mit seiner Musik werden meine Filme auf die Art lebendig, wie ich sie mir in letzter Konsequenz vorstelle.“

Lediglich Produktionsdesigner Frank Bollinger war eine Neuentdeckung für Trageser, und zwar eine, die sich in jeder Hinsicht gelohnt hat: „Ich bin Christian Becker und Rat Pack Film für vieles, vieles dankbar, aber dass sie mich mit diesem begnadeten Szenenbildner zusammengebracht haben, ist unbezahlbar.“

VON ZÄHNEN, NASEN UND ELFENOHREN
Originelle Prostetics und vieles mehr

Neben den Abteilungen Kamera, Musik, Produktionsdesign und Schnitt hatten auch die Maskenbildner und Kostümdesigner bei DIE WOLF-GÄNG jede Menge zu tun. Allerdings sah es anfangs so aus, als würde Tim Trageser aus terminlichen Gründen auf seinen bevorzugten Maskenbildner verzichten müssen: „Erst hieß es, Georg Korpás hätte keine Zeit. Ich habe dann zu Christian Becker gesagt: Ohne Georg können wir den Film nicht machen! Und so wie Christian immer alles möglich macht, hat das dann auch geklappt. DIE WOLF-GÄNG ist im klassischen Sinn ein Maskenfilm. Allein die Perücken! Ich glaube, jede zweite Rolle brauchte eine. Außerdem waren ja Nasen, Elfenohren, Zähne und viele, viele andere Prosthetics nötig. Und alle Schauspieler mussten morgens in Rekordzeit fertig gemacht werden, damit wir genug Drehzeit hatten. Georg ist darin ein Meister. Ein Meister in der Gestaltung und in der Logistik.“

Für das Kostümbild sind Katharina Schnelting und Stephanie Fürst-Feldmann verantwortlich. Mit den beiden hatte Trageser schon im Vorfeld Gespräche geführt und anhand von Bildern gezeigt, wie er sich die eine oder andere Rolle vorstellt: „Zum Beispiel Faye. Da war mir erst mal ganz wichtig, dass sie Hosen trägt und ihr Kostüm aus mehreren Layern besteht, wie zum Beispiel bei Rey aus den neuen Star Wars-Filmen. Den Vampirvater Barnabas wollte ich wiederum eher als eine Art Indiana Jones anlegen, aber mit Ledermantel statt mit Jacke. Für Axel Steins Figur Hannappel hatten die beiden dann die Idee, ihn britisch anzulegen mit Weste, Taschenuhr und Schirmmütze und so weiter und so weiter. Die Entwicklung hat großen Spaß gemacht und die beiden waren nicht zu bremsen.“

Frau Circemeyer (SONJA GERHARDT) und Barnabas (RICK KAVANIAN)
Frau Circemeyer (SONJA GERHARDT) und Barnabas (RICK KAVANIAN) @ 2018 Carolin Ubl / Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH / Rat Pack Filmproduktion GmbH
DAS REALISTISCHE IM PHANTASTISCHEN
Eine Welt, in der Kinder ernst genommen werden

Dazu bemerkt Christian Becker: „Mit DIE WOLF-GÄNG haben wir natürlich versucht, uns an internationalen Vorbildern zu orientieren. Aber was uns zunächst einmal ganz wichtig war: Wir wollten, dass es so aussieht, dass die Kinder ernst genommen werden. Gemeinsam mit Tim haben wir dann eine Welt kreiert, von der alle begeistert sind, und eine Schule, in die Kinder auch wirklich gerne gehen würden. Das Ziel war es also, das Phantastische zu bedienen und gleichzeitig realistisch zu bleiben.“

Die Dreharbeiten zu DIE WOLF-GÄNG fanden von September bis November 2018 in Hessen statt, hauptsächlich in Alsfeld, Marburg und Büdingen. Crailsfelden etwa wurde ausschließlich in Alsfeld gedreht. „Eine wunderbare Stadt“, wie sich Trageser erinnert, „die fast komplett unter Denkmalschutz stehen sollte. Dort leben tolle Menschen, und ein toller Bürgermeister, der mit Feuer und Liebe für unser Filmprojekt brannte.“ Dem kann Christian Becker nur zustimmen: „Gerade in Alsfeld sind wir wunderbar aufgenommen worden. Das hat die Dreharbeiten zu einem einzigen Vergnügen gemacht. Wir hatten nicht nur ein Spitzen-Team, sondern auch – was sehr selten ist – motivierte und sympathische Motivbesitzer, die uns hervorragend unterstützt haben.“

Ein ungewöhnliches Ereignis erlebte das Produktionsteam, als es in Büdingen Station machte, wo die Einfahrt durch das Stadttor gedreht wurde. Dort wurde die gesamte Beleuchter-Crew verhaftet, weil sie nachts ein NPD-Wahlplakat heruntergerissen hatte. Dazu der Regisseur: „Dieses Plakat hing leider direkt gegenüber der örtlichen Polizeiwache. Die Drehverzögerung konnten wir zum Glück aufholen und für diese Aktion wurde die Crew von uns und auf Facebook zu Recht gefeiert.“

SHOWDOWN WÄHREND DER SONNENFINSTERNIS
Die aufwendigen Spezialeffekte in DIE WOLF-GÄNG

Bei der Verfilmung von Wolfgang Hohlbeins Bestseller verging kein einziger Drehtag ohne Spezialeffekte. Das stellte vor allem für Tim Trageser eine ganz besondere Herausforderung dar: „Ich musste ganz anders an die Sache herangehen als ich das sonst tue. Ich arbeite eigentlich sehr gerne intuitiv. Ich habe zwar immer eine Vorstellung vom fertigen Film, lasse mich aber immer auch vom Drehort und den Schauspielern inspirieren. Bei einem Film wie DIE WOLF-GÄNG ging das nicht. Da musste alles vorher genauestens geplant sein und punktgenau durchgeführt werden.“

Unter dieser Vorgehensweise leidet zwar ein Schauspieler wie Axel Stein, der gerne improvisiert, weil sein Freiraum dadurch eingeschränkt ist. Aber zum Glück kannte er das schon. Denn in Hilfe, ich hab meine Eltern geschrumpft war jeder einzelne Gang von ihm schon von Trageser vorgegeben, weil er seine Wege schon Wochen zuvor mit einer Miniatur-Puppen-Ausgabe von ihm gedreht hatte, lange bevor Axel Stein dann im Green-Screen-Studio erschien.

Zwar sind die Effekte in DIE WOLF-GÄNG vollkommen andere als in Hilfe, ich hab meine Eltern geschrumpft, aber, so Trageser, „was mir ganz sicher geholfen hat, war zu wissen, wie man VFX-Effekte planen muss und aus wie vielen Layern sie bestehen. Das ist ein vollkommen anderes Arbeiten und es dauert sehr lange, bis man das Endergebnis zu sehen bekommt.“

Die besten Spezialeffekte in einem Film sind in der Regel diejenigen, die man im Endprodukt nicht sieht. Am aufwendigsten hier waren sicherlich die Verwandlungen der Kinder in der Schule, die Begegnung mit dem Brückentroll im Wald und der Showdown im Rathausturm während der Sonnenfinsternis, wo sich alle magischen Bewohner von Crailsfelden auf dem Rathausplatz versammeln. Dazu meint der Regisseur ganz zu Recht: „Das liest sich ja schon aufwendig: Ein Showdown während einer Sonnenfinsternis!“ Becker kann dem nur beipflichten: „Ein Effekte-lastiger Film ist immer eine Herausforderung. Aber auch nicht schlimmer oder besser als bei anderen Produktionen. Und wenn man so einen begnadeten Regisseur wie Tim Trageser an seiner Seite hat, ist das sowieso alles kein Problem.“

ACTION & ADVENTURE, FANTASY & COMEDY
Nichts macht mehr Spaß als Eskapismus

DIE WOLF-GÄNG ist laut Becker ein „Kinder-Fantasy-Action-Film mit komödiantischen Elementen“, bei dem alle auf ihre Kosten kommen. Oder, wie es Tim Trageser ausdrückt: „Wir haben sehr darauf geachtet, dass auch die Erwachsenen, die ihre Kinder ins Kino begleiten, ihren Spaß haben. Einzigartig sind an ihm ganz sicher die Geschichte und der enorme Production Value. Wir müssen uns nicht verstecken vor den US-Fantasy-Filmen, deren Budget das Zehnfache beträgt.“ Produzent Christian Becker sieht das ganz ähnlich: „Unser Film zeigt, dass wir auch in Deutschland und Europa solche Produktionen hinbekommen können. Vom visuellen Standpunkt her ist es schon eine Herausforderung, mit diesem Budget so etwas zu stemmen, aber im Endeffekt denke ich, dass dies hier sehr gut geklappt hat.“

Darüber hinaus liebt der Regisseur auch den Eskapismus, der die meisten Kinder- und Jugendfilme auszeichnet: „Nichts macht mehr Spaß. Und dass meine eigenen Kinder meine Filme sehen können. Für sie mache ich die Filme. Ich denke bei jeder Einstellung an sie.“ Auch in diesem Punkt hat Trageser in seinem Produzenten den idealen Partner gefunden. Denn Becker „liebt Kinderfilme, weil sie mich als kleinen Jungen sehr geprägt haben. Deshalb versuche ich auch immer mit unseren Filmen, diese Begeisterung, die ich selbst damals im Kino erlebt habe, weiterzugeben.“
Während Tim Trageser seinen Film jedem Zuschauer, der gerne Harry Potter oder Hotel Transsilvanien im Kino gesehen hat, ans Herz legt, sagt sein Produzent: „DIE WOLF-GÄNG ist für Kinder und Jugendliche, die Fantasy und große Abenteuer lieben, der ideale Film. Denn man kann dabei lachen, sich wundern, sich gruseln und vieles mehr.“

Und schließlich übermitteln die Filmemacher mit DIE WOLF-GÄNG auch eine besondere Botschaft, wie man sie in unserer heutigen Zeit nicht oft genug predigen kann. Trageser: „Unsere Helden sind drei magische Verlierer. Sie haben Handicaps, für die sie von allen an ihrer Schule gemobbt werden. Aber am Ende überwinden sie ihre Ängste und akzeptieren sich so, wie sie sind. Und retten die gesamte magische Welt.“ Oder, wie es Christian Becker formuliert: „Auch wenn du anders bist, kannst du dich durchsetzen. Und: Man soll die Andersartigen nicht gleich verurteilen.“

DIE DARSTELLER

AARON KISSIOV (Vlad)

Vlad (AARON KISSIOV)
Vlad (AARON KISSIOV) © 2019 Carolin Ubl / Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH / Rat Pack Filmproduktion GmbH

Aaron Kissiov wurde am 2. Februar 2004 in Berlin geboren. Seine Eltern sind bulgarischen und australischen Ursprungs. Schon in jungen Jahren zeigte er großes Interesse am Performen und dem Schauspiel. Da Aaron aus einer Theaterfamilie stammt, verbrachte er schon als Kind viel Zeit damit, bei Theaterproben zuzuschauen. Seine Mutter ist Choreografin und Regisseurin, sein Vater Solo-Tänzer und Proben-Leiter.

Seit Aaron fünf Jahre alt ist, arbeitet er regelmäßig und mit großem Enthusiasmus vor der Kamera. Dabei führten ihn diverse Filmprojekte unter anderem nach Südafrika, in die Türkei und nach Schweden. Zu seinen weiteren Interessen gehören Lesen, Naturwissenschaften und, trotz seines Alters, sogar Politik (insbesondere Umweltschutz). Neuerdings hat er eine weitere Leidenschaft, das Boxen, für sich entdeckt. Aaron hat einen jüngeren Bruder namens Leander. Mit ihm stand er zuletzt für die ZDF-Serie „Dr. Klein“ vor der Kamera, wo die beiden ein Brüderpaar spielen durften.

Aaron geht aufs Gymnasium, wo er derzeit die zehnte Klasse besucht. Nach Auftritten in Der Medicus (2013), neben Ryan Reynolds in The Voices (2014), Die wilden Kerle: Die Legende lebt (2015) und Liliane Susewind – Ein tierisches Abenteuer (2018) markiert DIE WOLF-GÄNG nunmehr seinen fünften Leinwandauftritt.

JOHANNA SCHRAML (Faye)

Johanna Schraml wurde am 4. Februar 2006 in Köln geboren. Schon als Kleinkind liebte sie Bücher und Geschichten, Hörspiele und Filme. Bereits vor dem Kindergarten besuchte sie die Musikschule mit Spiel und Gesang, später ging sie zum Flötenunterricht (Sopran- und Altflöte).

Faye (JOHANNA SCHRAML)
Faye (JOHANNA SCHRAML) © 2019 Carolin Ubl / Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH / Rat Pack Filmproduktion GmbH

Während der Kindergarten- und Grundschulzeit probierte Johanna mehrere Sportarten aus: Ballett, Fußball, Eislaufen und Leichtathletik. Außerdem wirkte sie in den Ferien in Musicals mit.

Seit der fünften Klasse besucht Johanna ein Gymnasium in der Nähe von Köln. Außerhalb des Klassenzimmers begleitete sie das Reiten (Western) über viele Jahre. Zurzeit tanzt sie Video-Clip-Dance und ihre Freizeit verbringt sie am liebsten mit Freunden, Kochen, Lesen und Kinobesuchen. Sie fotografiert gerne und liebt Sneakers, Jeans und Schokolade. In jedem Freundebuch-Eintrag steht, dass sie lustig ist und alle gerne zum Lachen bringt.

Seit 2017 ist Johanna in einer Schauspielagentur für Kinder. Die erste kleine Rolle gab es im Dortmunder Tatort „Tod und Spiele“. Jetzt folgte direkt die Hauptrolle der Faye in DIE WOLF-GÄNG, mit der sie ihr Leinwand-Debüt gibt. Darüber hinaus stand sie für mehrere Fotoshootings vor der Kamera.

Die Dreh- und Synchronarbeiten haben ihr großen Spaß gemacht. Es gab auch weitere Anfragen für Castings, die sie vereinzelt wahrgenommen hat, da sie als Schülerin nur für eine begrenzte Anzahl an Drehtagen zur Verfügung stehen kann.

Johanna möchte zurzeit Grundschullehrerin werden und weiter Filme drehen, vor allem DIE WOLF-GÄNG, Teil 2.

 

ARSSENI BULTMANN (Wolf)

V.l.n.r.: Vlad (AARON KISSIOV), Faye (JOHANNA SCHRAML) und Wolf (ARSSENI BULTMANN)
V.l.n.r.: Vlad (AARON KISSIOV), Faye (JOHANNA SCHRAML) und Wolf (ARSSENI BULTMANN) @ 2018 Carolin Ubl / Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH / Rat Pack Filmproduktion GmbH

Arsseni Bultmann, Jahrgang 2005, wächst zusammen mit seinen zwei jüngeren Geschwistern in Berlin auf. Seine Muttersprachen sind Deutsch und Russisch. Mit sechs Jahren wurde er von der Agentur Tomorrow auf einem Spielplatz entdeckt. Es dauerte nicht lange, und Arsseni wurde in einigen Werbespots besetzt. Es folgten in rascher Reihenfolge kleinere und größere Rollen in diversen Fernsehproduktionen bei ZDF und ARD und dann schnell auch die ersten Rollen in Kinofilmen.

Im ARD-Fernsehfilm „Der Kotzbrocken“ spielte er 2015 seine erste Hauptrolle. In den Folgejahren kamen die Hauptrollen in den Kinofilmen Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt (2016) und Schatz, nimm Du sie! (2017) sowie im ARD-Spielfilm „Ein Ferienhaus auf Teneriffa“ hinzu. Neben Filmprojekten übernahm Arsseni Episodenrollen sowie eine größere Nebenrolle in diversen Inszenierungen am Berliner Ensemble. In DIE WOLF-GÄNG absolviert er nun seinen dritten Leinwand-Auftritt.

Außer für die Schauspielerei begeistert sich Arsseni für Gitarre, Jiu-Jitsu und Fußball.

RICK KAVANIAN (Barnabas)

Rick Kavanian, geboren 1971 in München, studierte Politikwissenschaften, Nordamerikanische Kulturgeschichte und Psychologie. 1990 begann seine Zusammenarbeit mit Michael Bully Herbig als Autor und Sprecher der Münchner Kult-Radioshow „Langemann und die Morgencrew“. Ab 1995 studierte er in New York ein Jahr lang Schauspiel am Lee Strasberg Theatre Institute. 1996 setzte Rick Kavanian für den ProSieben-Film „Easy Bully“ seine Zusammenarbeit mit Bully fort und war ab 1997 als Autor und Co-Moderator für die erste wöchentlich bundesweit ausgestrahlte Radioshow „Bully’s Late Light Show“ tätig. Im selben Jahr startete auf ProSieben die „bullyparade“, die Rick Kavanian gemeinsam mit Bully und Christian Tramitz über sechs Staffeln zum Erfolg machte.

Barnabas (RICK KAVANIAN) mit seinem Sohn Vlad (AARON KISSIOV)
Barnabas (RICK KAVANIAN) mit seinem Sohn Vlad (AARON KISSIOV) © 2019 Carolin Ubl / Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH / Rat Pack Filmproduktion GmbH

In Bullys Westernparodie Der Schuh des Manitu (2001) spielte Rick Kavanian die Rolle des Griechen Dimitri und war als Co-Autor am Drehbuch beteiligt. In der Science-Fiction-Parodie (T)Raumschiff Surprise – Periode 1 (2004) übernahm er nicht nur drei markante Rollen als Bordingenieur Schrotty, Schiffsarzt Pulle und Bösewicht Jens Maul, sondern arbeitete auch wieder mit am Drehbuch. Es folgten Rollen in Til Schweigers Kinokomödien Keinohrhasen (2007) und 1 1/2 Ritter – Auf der Suche nach der hinreißenden Herzelinde (2008).

In Sebastian Niemanns Krimikomödie Mord ist mein Geschäft, Liebling (2009) übernahm Kavanian die Hauptrolle des Auftragskillers Toni Ricadelli, an seiner Seite spielten Nora Tschirner, Bud Spencer und Franco Nero. In Sven Unterwaldts Kinokomödie Otto’s Eleven (2010) war er als Koch Pit zu sehen. Rick Kavanians Wandlungsfähigkeit kam auch in beiden Staffeln der ProSieben-Show „Bully & Rick“ zur Geltung. Sie lief ab 2004 und wurde 2005 mit dem Deutschen Comedypreis ausgezeichnet. Ein weiteres Fernsehprojekt war die monatliche Satiresendung „Die Klugscheißer“, in der Rick Kavanian, Monika Gruber und Bruno Jonas ab 2011 im Bayerischen Rundfunk und später auch im Ersten mit Politik und Gesellschaft abrechneten.

2017 feierten Rick Kavanian, Michael Bully Herbig und Christian Tramitz mit Bullyparade – Der Film das 20-jährige Jubiläum ihres legendären Fernseherfolgs. Im selben Jahr war Kavanian in Anika Deckers Komödie High Society zu sehen. Rick Kavanians Stimme war und ist in vielen Film- und Fernsehproduktionen zu hören. Als Synchronsprecher lieh er Mike Myers in Austin Powers – Spion in geheimer Missionarsstellung (1999), Austin Powers in Goldständer (2002) und Der Love Guru (2008) seine Stimme. In der französischen Komödie Le Mac – Doppelt knallt’s besser (2011) sprach er Ace und Chapelle (José Garcia), in der italienischen Komödie Willkommen im Süden (2011) sprach er den Postboten Mattia (Claudio Bisio); und in einer genialen Undercover-Sprechrolle war er in Spy – Susan Cooper Undercover (2015) als italienischer Agent Aldo (Peter Serafinowicz).

Außerdem war Rick Kavanian in zahlreichen Animationsfilmen zu hören, darunter Bullys Kinokomödie Lissi und der wilde Kaiser (2007), Keinohrhase und Zweiohrküken (2013) und Free Birds – Esst uns an einem anderen Tag (2014) sowie in mehreren Teilen von Cars (2006, 2011), Happy Feet (2006, 2011), Madagascar (2005, 2008) und Hotel Transsilvanien (2012, 2015). In Toy Story 3 (2010) sprach er den Dinosaurier Rex. Für Ritter Rost – Eisenhart und voll verbeult (2013) erhielt Rick Kavanian den Deutschen Animations-Sprecherpreis. 2006 ging Rick Kavanian erfolgreich mit seinem ersten Bühnen-Liveprogramm „Kosmopilot“ auf Tour durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Das Programm wurde 2009 auf ProSieben ausgestrahlt. Es folgten die Bühnenprogramme „Ipanema“ und „Egostrip“ sowie sein aktuelles Programm „Offroad“, mit dem er seit Frühjahr 2015 auf Tour ist.

Zuletzt war Kavanian in der Realverfilmung von Michael Endes Kinderbuchklassiker Jim Knopf & Lukas der Lokomotivführer als die Wilde 13 zu sehen. Außerdem lieh er in Leinwandwerken wie Tabaluga – Der Film (2018) dem Charakter Limbo, Stuber – 5 Sterne Undercover der Titelfigur Stuber und A Toy Story: Alles hört auf mein Kommando (2019) Rex seine unverwechselbare Stimme.

CHRISTIAN BERKEL (Louis Ziffer)

Bürgermeister Louis Ziffer (CHRISTIAN BERKEL)
Bürgermeister Louis Ziffer (CHRISTIAN BERKEL) @ 2018 Bernd Spauke / Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH / Rat Pack Filmproduktion GmbH

Mit seinem unverwechselbaren Auftreten und seinem charakteristischen Aussehen bleibt der Berliner Schauspieler Christian Berkel jedem Zuschauer sofort in Erinnerung, sei es in zahlreichen Kinorollen oder seit Oktober 2006 als „Der Kriminalist“ in der gleichnamigen ZDF-Reihe. Für seine Wandlungsfähigkeit und beeindruckende Darstellung der Rolle des Helmut Schmidt in „Mogadischu“, den er zuvor schon in „Die Sturmflut“ verkörperte, erhielt er die Goldene Kamera.

Einem internationalen Publikum ist er durch Operation Walküre – Das Stauffenberg-Attentat (2008) mit Tom Cruise oder Inglourious Basterds (2009) von Quentin Tarantino bekannt. Für seine Rolle im Tatort „Schwarzer Advent“ wurde Christian Berkel 1998 mit dem Goldenen Gong ausgezeichnet. Für Der Untergang erhielt er 2004 den Bambi. 2011 folgte für seine Rolle im TV-Zweiteiler „Der Mann mit dem Fagott“ der Bambi-Publikumspreis. Zudem wurde er für „Der letzte Angestellte“ beim Filmfestival FANTASPOA in Brasilien als bester Schauspieler geehrt. 2012 bekam er den Deutschen Fernsehpreis in der Kategorie „Mehrteiler“ für „Der Mann mit dem Fagott“ und 2014 wurde er für den Bayerischen Fernsehpreis als bester Seriendarsteller für „Der Kriminalist“ nominiert.

2013 drehte Berkel unter der Regie von Guy Ritchie und im Herbst 2014 in Amerika die Produktion Trumbo an der Seite von Bryan Cranston. 2016 drehte er an der Seite von Isabelle Huppert unter der Regie von Paul Verhoeven Elle, der in Cannes Weltpremiere feierte und für Frankreich ins Oscar-Rennen ging. 2018 ist sein Autorendebüt „Der Apfelbaum“ erschienen. Christian Berkel ist Schirmherr der Stiftung „Ein Platz für Kinder“. Zuletzt stand er für Kai Wessel in dem TV-Mehrteiler „Die verlorene Tochter“ vor der Kamera.

SONJA GERHARDT (Frau Circemeyer)

Frau Circemeyer (SONJA GERHARDT)
Frau Circemeyer (SONJA GERHARDT) © 2019 Carolin Ubl / Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH / Rat Pack Filmproduktion GmbH

Sonja Gerhardt stand schon mit fünf Jahren zum ersten Mal auf der Bühne und tanzte elf Jahre lang im Kinderensemble des Berliner Revuetheaters Friedrichstadt-Palast. 2006 übernahm sie in der Telenovela „Schmetterlinge im Bauch“ ihre erste TV-Rolle. Seitdem ist die Berlinerin regelmäßig im Fernsehen zu sehen: in populären Krimireihen wie „Tatort“ oder „Polizeiruf 110“ (beide 2010), aber auch in Filmen wie „Mittlere Reife“ (2012), wofür sie beim Hessischen Fernsehpreis mit dem Sonderpreis der Jury ausgezeichnet wurde, in „Jack the Ripper – Eine Frau jagt einen Mörder“ (2016) oder dem Dreiteiler „Honigfrauen“ (2017).

2015 zählte Sonja Gerhardt zum Ensemble von „Deutschland 83“. Die Event-Serie erntete zahlreiche Nominierungen und Preise, etwa den Grimme-Preis, den International Emmy und den Peabody Award. Bekannt ist Sonja Gerhardt aber vor allem als Rock’n’Roll-Rebellin Monika Schöllack im Dreiteiler „Ku’damm 56“ (2016). Für ihre schauspielerische Leistung wurde sie für den Bambi und den International Emmy Award nominiert und erhielt den Deutschen sowie den Bayerischen Fernsehpreis und den Jupiter Award.
2018 begeisterte sie in den Fortsetzungen „Ku’damm 59“ und „Deutschland 86“. Mit Türkisch für Anfänger (2012), Dessau Dancers (2014), Heilstätten (2017) und Kalte Füße (2019) ist Sonja Gerhardt auch auf der großen Kinoleinwand präsent. Für den Animationsfilm A Toy Story: Alles hört auf kein Kommando (2019) lieh sie der Polizistin Giggle McDimples ihre Stimme.

AXEL STEIN (Hannappel)

Axel Stein wurde in Wuppertal geboren und begann seine Karriere schon während der Schulzeit mit verschiedenen Rollen in TV-Serien. 1998 spielte er in der erfolgreichen deutschen Sitcom „Hausmeister Krause“ den Sohn Tommie.

1999 folgte die erste Hauptrolle in dem Kinofilm Harte Jungs. Mit Ende seiner Schulkarriere startete er im Jahr 2000 endgültig als Fulltime-Schauspieler durch und übernahm weitere Hauptrollen in Kinofilmen wie Schule und Fernsehfilmen wie „Verliebte Jungs“. Schon 2001 bekam er weitere Hauptrollen in den Kinofilmen Knallharte Jungs, Die Klasse von ’99 und Feuer, Eis und Dosenbier.

Hausmeister Hannappel (AXEL STEIN)
Hausmeister Hannappel (AXEL STEIN) © 2019 Carolin Ubl / Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH / Rat Pack Filmproduktion GmbH

2002 erhielt Axel Stein den Rising Movie Talent Award und gründete bereits als 20-Jähriger zusammen mit der Brainpool TV eine gemeinsame TV-Produktionsfirma. Im September startete dann auch seine erste eigene Comedy-Sendung „Axel!“. Als Bester Newcomer erhielt Axel Stein 2002 den Deutschen Comedypreis. Während der Verleihung stand er insgesamt dreimal auf der Bühne und nahm auch Preise im Team für „Hausmeister Krause“ (Beste Comedy-Serie) und Knallharte Jungs (Bester Kinofilm) entgegen.

Im Februar 2003 folgte die Auszeichnung als Bester Nachwuchsdarsteller mit dem Jupiter Award – Deutschlands größter Publikumspreis für Kino und TV. Im selben Jahr wurden 22 neue Folgen von „Axel!“ und eine weitere Staffel von „Hausmeister Krause“ ausgestrahlt. „Axel!“ war 2003 für den internationalen Fernsehpreis Rose d´Or aus Montreux nominiert. Für den Deutschen Comedypreis 2003 wurde Axel Stein als Bester Schauspieler nominiert.

2004 stand Axel Stein unter anderem für Til Schweigers Kinoerfolg Barfuss und die internationale Kinoproduktion Snow Fever vor der Kamera. Im Januar 2005 startete „Axel will’s wissen“, die erfolgreiche Weiterentwicklung der Comedy-Serie von und mit Axel Stein. Das Format wurde noch im gleichen Jahr in der Kategorie Beste Comedy-Serie für den Deutschen Comedypreis 2005 nominiert.

Schon 2006 gab es 13 brandneue Folgen von „Axel will’s wissen“. In 7 Zwerge – Der Wald ist nicht genug war er im Oktober desselben Jahres auf der Kinoleinwand zu sehen. Neue Folgen von „Hausmeister Krause“ wurden Anfang 2007 ausgestrahlt. In Kein Bund fürs Leben und Tell war er in diesem Jahr im Kino präsent und wirkte außerdem als Hauptdarsteller in zwei weiteren TV-Filmen mit: „H3: Halloween Horror Hostel“ und „Hänsel und Gretel – Ein Fall für die Supergranny“.

2008 spielte er in den Kinofilmen Mord ist mein Geschäft, Liebling an der Seite von Bud Spencer und in Lauf um Dein Leben – Vom Junkie zum Ironman. Seine erste Rolle als Synchronsprecher übernahm er 2009 für den international preisgekrönten Disney-Animationsfilm Bolt (Bolt – Ein Hund für alle Fälle). 2008 war Axel Stein immer samstags in den „Sketch News“ auf Sat.1 zu sehen. Für das Motormagazin „RTL 2 Grip“ begab er sich im gleichen Jahr auf neues Terrain und testete Fahrzeuge. Darüber hinaus nahm er über die Jahre an diversen „TV Total“-Events von Pro 7 teil („Wok WM“, „Stock Car“ etc.).

An der Seite von European-Song-Contest-Gewinnerin Lena Meyer-Landrut und Matthias Schweighöfer sprach Axel Stein die kleine Meeresschildkröte Ray im 3-D-Animationskinofilm Sammy’s avonturen: De geheime doorgang (Sammys Abenteuer – Die Suche nach der geheimen Passage), der im Oktober 2010 in den Kinos startete. Im Jahr 2011 liefen die Filme Die Superbullen und Vorstadtkrokodile III mit ihm in den Kinos. Im Oktober sicherte sich Axel Stein den Sieg bei der „TV total Stock Car Crash Challenge“ auf Schalke bereits zum vierten Mal. „TV total“, „Alarm für Cobra 11“, „Pastewka“, „Rookie – Fast platt“, „Grip“ – das sind nur einige der TV-Produktionen, in denen Axel Stein zuletzt mitgewirkt hat.

Im Januar 2012 wurde das bereits zwei Jahre zuvor fertiggestellte TV-Movie „Der Blender“ im Privatfernsehen ausgestrahlt. 2012 war Axel Stein auch in Til Schweigers Schutzengel und dem Film Mann tut was Mann kann unter der Regie von Marc Rothemund auf den Kinoleinwänden zu sehen. Einen sensationellen Erfolg feierte Stein im Anschluss in seiner ersten ernsten Hauptrolle an der Seite von Moritz Bleibtreu in dem rasanten Roadmovie Nicht mein Tag (2013), das von Peter Thorwarth in Szene gesetzt wurde.

Für Tape_13 (2014) agierte Stein erstmals als Regisseur hinter der Kamera. Einen witzigen Gastauftritt hatte Axel Stein in der charmanten Komödie 3 Türken & ein Baby (2014) mit Kostja Ullmann. Darauf war er an der Seite von Christian Ulmen in Christof Wahls Komödie Macho Man (2015) sowie in Vivian Naefes Bodyswitch-Komödie Seitenwechsel (2015) zu sehen, in der Wotan Wilke Möhring und Mina Tander die weiteren Hauptrollen spielen. 2016 stand Axel Stein in Männertag von Holger Haase vor der Kamera, wo er neben Milan Peschel, Tom Beck und Oliver Wnuk eine der Hauptrollen spielt. Dazu kommen Rollen in Fernsehproduktionen wie „Große Fische, kleine Fische“, „Nachbarn süß-sauer“, „Storno – Todsicher versichert“ und „Verliebt, verlobt, vertauscht“.

Einen Volltreffer an den Kinokassen landete Stein mit Hilfe, ich hab meine Lehrerin geschrumpft (2015), dem 2018 die Fortsetzung Hilfe, ich hab meine Eltern geschrumpft folgte. Weitere Filmrollen hatte er im Anschluss in Markus Gollers Simpel (2017) mit David Kross und Frederick Lau, als Steinzeitmensch in Der Mann aus dem Eis (2017) mit Jürgen Vogel und als Lehrer in der Teeniekomödie Meine teuflisch gute Freundin (2018) von Marco Petry. Dazu kommen aktuelle Fernseharbeiten wie „Dating Alarm“, „Volltreffer“, „Magische Momente: Pauls Weihnachtswunsch“ oder „Abi 97 – gefühlt wie damals“ sowie die Serie „Professor T.“

Im Kinofilm Die Goldfische, der im März 2019 in den Kinos startete, verkörperte er glaubwürdig und authentisch den autistischen Rainer, genannt Rainman. Regie führte in dieser liebenswerten Komödie über eine ganz besondere WG Alireza Golafshan.

Im Mai 2019 stand Axel Stein für den internationalen Kinofilm Way Down von Jaume Balaguero in Madrid vor der Kamera. Von September bis Oktober 2019 drehte er den dritten Teil der Kino-Reihe Hilfe, ich habe meine Freunde geschrumpft unter der Regie von Granz Henman.

Auch als Synchronsprecher wird Axel Stein erfolgreich besetzt. Für den Animationsfilm Angry Birds 2, der im Herbst 2019 in die Kinos kam, lieh Axel Stein zum zweiten Mal dem gelben Vogel Chuck seine Stimme.

WALDEMAR KOBUS (Brückentroll)

Waldemar Kobus, geboren 1966 in Polen, wächst in Düren auf. Von 1988 bis 1991 absolviert er seine Schauspielausbildung an der Otto-Falckenberg-Schule in München. Es folgen zahlreiche Theaterengagements in Frankfurt am Main, Bochum, Stuttgart, Zürich, Wien und Köln.

Der Brückentroll (WALDEMAR KOBUS) mit Vlad (AARON KISSIOV)
Der Brückentroll (WALDEMAR KOBUS) mit Vlad (AARON KISSIOV) @ 2018 Carolin Ubl / Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH / Rat Pack Filmproduktion GmbH

Das große Fernsehpublikum kennt Waldemar Kobus vor allem durch seine Rolle als stets hungriger Polizist Viktor Schimanek, die er von 2004 bis 2007 in der RTL-Comedy-Serie „Alles Atze“ spielt. In deutschen und internationalen Kinofilmen übernimmt der vielseitige Schauspieler bedeutende Rollen. Für Aufmerksamkeit sorgt 2007 seine Darstellung des SS-Mannes Günther Franken in Paul Verhoevens Black Book und seine Rolle als Berliner Polizeichef in Bryan Singers Widerstandsdrama Operation Walküre – Das Stauffenberg-Attentat an der Seite von Tom Cruise.

Bereits dreimal arbeitete Waldemar Kobus mit Regisseur Michael Bully Herbig zusammen. In (T)Raumschiff Surprise – Periode 1 (2004) spielt er einen besonders fiesen Ritter, im Animationsfilm Lissi und der wilde Kaiser (2007) leiht der Schauspieler dem Yeti seine markante Stimme und für Wickie und die starken Männer (2009) schlüpft Waldemar Kobus erstmals in die Rolle des Wikingerhäuptlings Halvar von Flake.

Weitere Kinofilme mit Waldemar Kobus sind Oskar Roehlers Jud Süss (2010) und die Filmkomödie Ein Tick anders unter der Regie von Andi Rogenhagen (2011). Im gleichen Jahr verkörpert er ein weiteres Mal die Rolle des Wikingerhäuptlings in Wickie auf großer Fahrt. 2012 folgt der Kinderkinofilm Das Haus der Krokodile und die neue WDR-Serie „Die Lottokönige“. 2014 und 2015 ist der Schauspieler als Sven Lund in drei Folgen der Fernsehserie „Nord Nord Mord“ unter der Regie von Anno Saul zu sehen.

Zudem dreht Waldemar Kobus 2015 den Kinofilm The Zookeepers Wife von Niki Caro, den Actionfilm Collide alias Autobahn mit Anthony Hopkins und 2017 den Kinofilm Der Hauptmann von Robert Schwentke. Im Jahr 2017 erschien die international gefeierte Serie „Babylon Berlin“, in der Kobus als kölscher Apotheker auffällt. Im krassen Gegensatz zu dieser Rolle spielt er in der Amazon Prime Serie „Beat“ 2018 den skrupellosen Schwerverbrecher Korsch. Zuletzt war Waldemar Kobus an der Volksbühne Berlin live zu sehen, wo er in Leander Haußmanns „Staatsicherheitstheater“ als Erich Mielke überraschte.

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