Asterix und das Geheimnis des Zaubertranks – Blu-ray Kritik

Asterix steht den Dorfbewohnern um Verleihnix, Automatix und Majestix gegenüber.
Asterix steht den Dorfbewohnern um Verleihnix, Automatix und Majestix gegenüber. © Universum Film

Die Kritik:

Asterix und das Geheimnis des Zaubertranks - Blu-ray Cover
Asterix und das Geheimnis des Zaubertranks – Blu-ray Cover © Universum Film

Ein neues Jahr, ein neuer Asterix. Das neuste Abenteuer des mutigen Galliers stammt von den beiden französischen Filmemachern Alexandre Astier und Louis Clichy, die zusammen schon 2014 den Vorgängerfilm Asterix im Land der Götter inszenierten. Damals noch vom „Original“-Asterix Roger Carel gesprochen, leiht der Hauptfigur in dieser neuen Adaption des beliebten Comics Christian Clavier (Monsieur Claude und seine Töchter) seine Stimme, der den Gallier schon in Mission Kleopatra (2002) mimte. In Asterix und das Geheimnis des Zaubertranks bekommen es unsere Protagonisten um Asterix, Obelix, Miraculix und Idefix mit dem bösen Druiden Dämonix zu tun, der es, wie könnte es anders sein, auf Miraculix´ Zaubertrank abgesehen hat. Und natürlich darf in einer Asterix-Verfilmung auch nicht der römische Kaiser Julius Cesar fehlen, der in typischer Manier vergeblich versucht, Gallien einzunehmen.

Miraculix wird alt. Zu alt. Dies wird dem Dorfmagier schmerzlich bewusst, als er eines Tages beim Sammeln seiner Zutaten im Wald von einem Baum herunterfällt. Darum beschließt er, einen Nachfolger zu suchen, der für die Gallier in Zukunft seinen Zaubertrank brauen soll. Gemeinsam mit Asterix, Obelix und der männlichen Hälfte des Dorfes macht sich Miraculix auf, den besten, jungen Druiden des Landes zu finden. Doch dies gestaltet sich als äußerst schwierig, denn während sich zunächst alle Anwärter als ungeeignet herausstellen, ruft Miraculix´ Vorhaben den dunklen Druiden Dämonix auf den Plan, der mithilfe des einzigen vielversprechenden Kandidaten versucht, selbst an das Rezept des Zaubertranks zu kommen.

Asterix und Obelix
Asterix und Obelix © Universum Film

„Asterix und das Geheimnis des Zaubertranks“ führt die Ära der Animationsabenteuer des Asterix fort und nutzt dabei natürlich die modernsten Standards. Während man die Geschichten der Gallier in den letzten 50 (!) Jahren meist als klassischen Trickfilm verfilmte, greift man seit 2014 auf den neuen Animationsstil zurück, den vor allem Pixar mit Filmen wie „Oben“ oder „Toy Story“ prägte. Typische Merkmale dieser Filme sind auch in diesem hier zu finden: auffällig große Nasen und Füße, sich drehende Beine beim Rennen und dünne Arme (von Obelix mal abgesehen).

Es ist offensichtlich, dass „Asterix und das Geheimnis des Zaubertranks“ für ein sehr junges Publikum entwickelt wurde. Trotzdem schafft es der Film, auch ein erwachseneres Publikum zu unterhalten, in dem er sich die Zeit nimmt, auch Witze mit einzustreuen, die man als junger Zuschauer vielleicht noch gar nicht verstehen kann („Ein Beinbruch ist doch kein Beinbruch“). Die Asterix-Reihe war schon immer als Unterhaltung für die ganze Familie gedacht. Auch wenn man nun offenbar hauptsächlich Kinder erreichen will, tun etwas durchdachtere und erwachsenere Witze dem Film gut, auch wenn man sie nur selten findet.

Miraculix erklärt Asterix warum er einen Nachfolger sucht.
Miraculix erklärt Asterix warum er einen Nachfolger sucht. © Universum Film

Ansonsten ist der Film eben genau das, was er sein will: Eine unkomplizierte, einfache Kinderkomödie, die sich selbst nicht zu ernst nimmt. Man erreicht zwar nicht den Charme der herrlichen Realverfilmung von Mission Kleopatra, doch die zwischenmenschlichen Gesten, die den 2002er-Asterix so auszeichnen, sind auch schwer mit Animationen einzufangen. Leider wird ein Zuschauer, der noch nie einen Asterix-Film gesehen hat, sich nicht mit den Charakteren anfreunden können. Die Geschichte um die eigentlichen Protagonisten Asterix und Obelix rückt hier sehr in den Hintergrund und der Film geht davon aus, dass man die Vorgeschichten der Figuren kennt. Einem Neueinsteiger wird es schwerfallen, zu verstehen, warum so viele Leute die beiden Gallier so lieben, fehlt ihnen doch hier jegliches Charisma.

Bild:

Man muss den Animationsstil, den man in den Trailern sieht, mögen, ansonsten wird man sich nicht mit diesem Film anfreunden können. Alle Kampfsequenzen sind gut und übersichtlich eingefangen, leider lassen die zwischenmenschlichen Interaktionen zu wünschen übrig. Der Bösewicht des Films, Dämonix, wird stets düster dargestellt, so dass man ihn als einen gut dargestellten, aber nicht einprägsamen Antagonisten in Erinnerung behält.

Ton:

„You spin me round“ und andere 80er-Hits wechseln sich mit einem versucht epischen Soundtrack ab. Gute Mischung, manchmal aber etwas zu over the top. Da der Film sich allerdings selbst nicht so ernst nimmt, ist das in Ordnung.

Extras:

Ein Making of, Interviews, B-Roll Videos sind nur für diejenigen unterhaltsam, die sich für die Entstehung von Animationsfilmen interessieren.

Blu-ray Wertung
  • 4/10
    Film - 4/10
  • 7/10
    Bild - 7/10
  • 6/10
    Ton - 6/10
  • 7/10
    Extras - 7/10
5/10

Kurzfassung

Eein durchschnittlicher Asterix, der fast ausschließlich für ein sehr junges Publikum gemacht wurde und sich selbst nicht zu ernst nimmt.

Fazit:

Ein durchschnittlicher Asterix, der fast ausschließlich für ein sehr junges Publikum gemacht wurde und sich selbst nicht zu ernst nimmt. Wer den Trailer gesehen hat, weiß, was einen erwartet.


von Tavius Audersch


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