Russland von oben - Film

Russland von oben - Teaserbild
Russland von oben - Teaserbild © Filmwelt Verleihagentur GmbH
Russland von oben (Deutschland, 2018)
Genre:
Internationaler Titel: Russia from above

Russland von oben - Filmplakat Kinostart: 27.02.2020
FSK: 0 - Laufzeit: 120 Minuten
Verleih: Filmwelt Verleihagentur

Inhalt:

Das größte Land der Erde, so faszinierend und so, wie Sie es noch nie gesehen haben: aus der Vogelperspektive auf der Leinwand! Mit gewaltigen 17 Millionen Quadratkilometern Fläche reicht Russland von Europa nach Asien, von der Ostsee bis zum Pazifik.

Elf Zeitzonen, ein Land – ein Film: RUSSLAND VON OBEN zeigt menschenleere Landschaften und Millionenmetropolen, wilde Tiere, Wüsten, Wälder und Wasserfälle, begleitet die legendäre Transsibirische Eisenbahn von den Sümpfen Sibiriens über Nowosibirsk bis nach Wladiwostok, gewährt einen einzigartigen Blick auf den Baikalsee und das Wolgadelta, größtes Flussdelta Europas und Zuhause zahlreicher Vogelarten.



Trailer zu Russland von oben


Besetzung und Stab

Regie:

Petra Höfer & Freddie Röckenhaus

Kamera:

Andrew Efimov, Anton Elchaninov, Igor Volkov

Stimme:

Benjamin Völz


Filminfo und Wissenswertes zu Russland von oben

Nach dem Kino- und TV-Erfolg von DEUTSCHLAND VON OBEN (2012) hat nun das preisgekrönte Dokumentarfilmer-Paar Petra Höfer & Freddie Röckenhaus sein Team erneut mit den besten Luftbild-Spezialkameras filmen lassen. RUSSLAND VON OBEN lief als Fünfteiler im Fernsehen und war mit mehr als 30 Millionen Zuschauer*innen die erfolgreichste Dokumentar-TV-Serie seit Erhebung der Einschaltquoten. Nun können sich Kinobesucher*innen von spektakulären Aufnahmen in den Bann ziehen lassen, u.a. von den Gipfeln des Kaukasus mit seinen 22 Gletschern, der Halbinsel Kamtschatka mit ihren 160 Vulkanen und unberührter Wildnis sowie von der Polarinsel Wrangel, auf der so viele Eisbären und Walrosse geboren werden wie nirgendwo sonst. So ist RUSSLAND VON OBEN letztlich (auch) ein bildgewaltiges Plädoyer für Natur- und Umweltschutz.

Der Moskauer Kreml im Winter
Der Moskauer Kreml im Winter © colourFIELD (Anton Elchaninov) /Filmwelt
Die Filmemacher

RUSSLAND VON OBEN wurde von PETRA HÖFER und FREDDIE RÖCKENHAUS geschrieben, inszeniert und realisiert sowie von ihrer Produktionsfirma colourFIELD produziert.

Die preisgekrönten Filmemacher*innen haben während ihrer Karriere mehr als 80 abendfüllende Dokumentarfilme, Dokumentarserien und Dokudramen produziert, darunter die erfolgreiche, 13-teilige Serie „Deutschland von oben“ sowie den gleichnamigen Kinofilm. Das Themenspektrum ihrer zahlreichen Film- und TV-Produktionen ist breit, der Schwerpunkt liegt auf Wissenschaft und Bildung.

Freddie Röckenhaus war vor seiner Laufbahn als Filmemacher Redakteur bei der Wochenzeitung Die ZEIT und beim SZ-Magazin der Süddeutschen Zeitung, während er gleichzeitig mit seiner Frau Petra Höfer die Produktionsfirma colourFIELD gründete. Petra Höfer arbeitete als Redakteurin der Tageszeitung (taz) und nach dem Volontariat beim WDR beim ARD-Politikmagazin Monitor.

Zu ihren wichtigsten Produktionen gehört die Serie „Expedition ins Gehirn“, die in mehr als 60 Ländern lizenziert wurde. Ebenfalls erfolgreich liefen „Das automatische Gehirn“, „Das Imperium der Viren“, „Zugvögel – Kundschafter in fernen Welten“, „Unterwelten – Deutschland von unten“ und „Unsere Wälder“, die hierzulande Rekordquoten erzielten und im In- und Ausland ausgezeichnet wurden. Für die ARD produzierte das Ehepaar außerdem die Dokumentation „Liebe an der Macht“ über Barack und Michelle Obama, die in die USA und mehr als 50 Länder verkauft wurde.

Petra Höfer und Freddie Röckenhaus wurden u.a. 2007 mit dem Deutschen Fernsehpreis, dem französischen PariScience Award (2012) dem Deutschen Kamerapreis (2011), dem Deutschen Naturfilm-Preis (2017) und mit dem Georg-von-Holtzbrinck-Preis für Wissenschaftsfilme (2018) ausgezeichnet. Darüber hinaus wurde das Paar zweimal mit der Goldmedaille des New Yorker Festivals für den besten Dokumentarfilm und zweimal mit dem SciDoc-Award der Europäischen Union für den besten Wissenschaftsfilm geehrt. Freddie Röckenhaus erhielt 2005 den renommierten Henri-Nannen-Preis.

Petra Höfer verstarb 2017 plötzlich während der Produktion von RUSSLAND VON OBEN im Alter von nur 54 Jahren.

Eisschollen im Baikalsee zum Sonnenuntergang
Eisschollen im Baikalsee zum Sonnenuntergang © colourFIELD (Anton Elchaninov) /Filmwelt
Die Sprecher

BENJAMIN VÖLZ – SPRECHER DER DEUTSCHEN VERSION

Benjamin Völz’ bekannte und beliebte Stimme führt durch die atemberaubenden Bilder in RUSSLAND VON OBEN. Bereits in der für den Grimme- Preis nominierten Sendung „Die Todeself“ war er zu hören, auch im Kinofilm DEUTSCHLAND VON OBEN. Darüber hinaus führte er als Erzähler durch die colourFIELD-Produktionen „Tropenfieber“, „Expedition ins Gehirn“ und „Das Imperium der Viren“. Benjamin Völz gehört zu den viel beschäftigten deutschen Synchronsprechern und leiht Hollywood-Stars wie Keanu Reeves, Matthew McConaughey, James Spader oder David Duchovny seine Stimme. Benjamin Völz, Jahrgang 1960 und Sohn des Synchronsprechers Wolfgang Völz, arbeitet auch als Schauspieler, Off-Sprecher und Synchronregisseur. Unter dem Pseudonym Ben Gash ist er zudem als Maler tätig.

JOHN MALKOVICH – SPRECHER DER ENGLISCHEN VERSION

John Malkovich stand im Laufe seiner Karriere in mehr als 120 Rollen vor der Kamera (BEING JOHN MALKOVICH, GEFÄHRLICHE LIEBSCHAFTEN, SCHANDE, CON AIR). Neben zahlreichen Auszeichnungen, die er erhielt, war der Hollywood-Star mit IN THE LINE OF FIRE und EIN PLATZ IM HERZEN zweimal für den Oscar nominiert. John Malkovich arbeitet außerdem als Regisseur und Produzent. Seine sonore Stimme geleitet die englischsprachigen Zuschauer*innen durch RUSSLAND VON OBEN.

SERGEY CHONISHVILI – SPRECHER DER RUSSISCHEN VERSION

Sergey Chonishvili ist „Russlands Stimme“. Der erfolgreiche Autor und Schauspieler ist einer der gefragtesten Off-Sprecher Russlands und die offizielle Stimme des privaten Fernsehsenders STS.

Kaukasus
Kaukasus © colourFIELD (Peter Thompson) /Filmwelt
Die Herausforderungen der Dreharbeiten

RUSSLAND VON OBEN zeigt Russland, wie man es noch nie zuvor gesehen hat. Abgesehen von den einzigartigen Luftaufnahmen, die es in dieser Form sowieso nie zuvor gab, bietet der Film auch Eindrücke von Orten, für die das Filmteam von colourFIELD zum ersten Mal überhaupt Drehgenehmigungen erhielt. Zu sehen sind zum Beispiel die Sperrgebiete der Industriestadt Norilsk, wo die Lebenserwartung noch immer zehn Jahre unter dem russischen Durchschnitt liegen soll, auch wenn moderne Filtersysteme die Situation verbessert haben – doch Nickel und andere Nichteisenmetalle sind nicht umsonst berüchtigt für ihre hohe Umweltgefährdung. Ein weiteres Beispiel sind Murmansk und seine Flotte nuklearbetriebener Eisbrecher – ebenfalls ein Ort, der aufgrund militärischer Beschränkungen normalerweise nicht aus der Luft gefilmt werden darf.

Viele der Drehorte, die RUSSLAND VON OBEN zeigt, sind sehr abgelegen und Aufnahmen dieser Plätze haben schon allein deswegen einen Seltenheitswert. Regionen zu erreichen, in denen es keine Straßen gibt, erfordert einen enormen logistischen Aufwand. 65 Prozent der Landmasse Russlands sind dem Permafrost ausgesetzt, im späten Frühling schmilzt die Oberfläche, aber im Winter sinken die Temperaturen schnell auf minus 40 oder sogar minus 60 Grad. Bahngleise oder asphaltierte Straßen sind hier also kaum zu finden, genau so wenig wie dauerhafte Siedlungen. Oft sind große Mi8-Hubschrauber das einzige moderne Transportmittel, das noch hilft, einsame Siedlungen und Städtchen noch versorgen zu können. Die Dreharbeiten in Jamal sind vielleicht das beste Beispiel, welchen Aufwand die Filmemacher betrieben haben, als sogar Hundeschlitten eingesetzt wurden, um Hubschraubertreibstoff zu Orten zu transportieren, an die sich Menschen wagen.

Selbst normale Städte wie Pewek oder Mys Schmidta am Polarmeer oder Tiksi oder Magadan am Pazifik sind nicht leicht zu erreichen und werden nur selten mit zivilen Flügen angeflogen. Es gibt kaum Infrastruktur für Besucher. Diese Orte sind nicht für den „Tourismus“ gedacht. Der Transport braucht Zeit und kann unzuverlässig sein, denn Stürme können oft zur Annullierung von Linienflügen führen.

Die RUSSLAND VON OBEN-Dreharbeiten erstreckten sich über insgesamt neun Monate mit Filmaufnahmen aus der Luft, und die Dreharbeiten fanden teilweise unter extremsten Wetterbedingungen statt. Bei Temperaturen von minus 20 Grad Celsius wurde es nicht nur für die Filmcrews gefährlich, sondern auch für die Ausrüstung, und bei weniger als minus 40 Grad funktionierten auch die Hubschrauber nicht mehr. Die wärmeren Sommermonate brachten andere Probleme mit sich. Mückenschwärme im Wolga-Delta, über sibirischen Sümpfen oder in bestimmten Taigabereichen würden eine Luftbildkamera in weniger als fünf Minuten komplett ‚blind‘ machen. Hinzu kommt, dass für Luftbildaufnahmen nur wenige Hubschraubertypen einsetzbar sind, und die sind in diesen abgelegen Regionen oft nicht verfügbar. Filmerfahrene Piloten sind selten.

Eine Reihe der Drehorte gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. colourFIELD erhielt Zugang zu bemerkenswerten Drehorten wie dem Solowezki-Kloster, der berüchtigten Stätte des ersten sowjetischen Gulag, oder in Kaliningrad, das bis 1945 zu Deutschland gehörte und Königsberg hieß, und der nahe gelegenen Kurischen Nehrung an der Ostsee. Das Putorana-Plateau mit seinen unberührten Taiga-, Waldtundra- und arktischen Wüstenlandschaften war ein weiteres Highlight für die Filmcrew, ebenso wie die bizarr aufragenden Felsformationen der Lena-Säulen.

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