Das Vorspiel - Film

Nina Hoss als Anna Bronsky in DAS VORSPIEL Copyright: Judith Kaufmann / Port au Prince Pictures
Das Vorspiel (Deutschland, Frankreich, 2019 )
Genre:
Internationaler Titel: The Audition

Kinostart: 23.01.2020
FSK: 12 - Laufzeit: 99 Minuten
Verleih: Port-au-Prince Pictures

Inhalt:

Anna Bronsky ist Geigenlehrerin an einem Musikgymnasium. Sie setzt gegen den Willen ihrer Kollegen die Aufnahme eines Schülers durch, den sie für sehr talentiert hält. Engagiert bereitet sie Alexander auf die Zwischenprüfung vor und vernachlässigt dabei ihre Familie. Ihren Sohn Jonas, den sie in Konkurrenz zu ihrem neuen Schüler bringt und ihren Mann Philippe. Ihr Kollege Christian, mit dem sie eine Affäre hat, überredet sie in einem Quintett mitzuspielen. Als Anna in einem Konzert als Geigerin versagt, treibt sie ihren Schüler zu Höchstleistungen an. Am Tag der entscheidenden Zwischenprüfung kommt es zu einem folgenschweren Unglück.



Trailer zu Das Vorspiel


Besetzung und Stab

Regie:

Ina Weisse

Darsteller:

Nina Hoss, Simon Abkarian, Jens Albinus, Sophie Rois, Thomas Thieme, Winnie Böwe, Ilja Monti, Serafin Mishiev

Produzent:

Pierre-Olivier BardetFelix von Boehm

Kamera:

Judith Kaufmann

Drehbuch:

Ina Weisse, Daphne Charizani


Filminfo und Wissenswertes zu Das Vorspiel

DAS VORSPIEL von Regisseurin Ina Weisse feierte im September 2019 Weltpremiere beim 44. Toronto International Film Festival. Anschließend war das Drama mit Nina Hoss in der Hauptrolle in den Wettbewerb des 67. Festival Internacional de Cine de San Sebastián eingeladen. Dort wurde Nina Hoss mit der Goldenen Muschel als beste Schauspielerin ausgezeichnet. Beim 27. Filmfest Hamburg – dort feierte DAS VORSPIEL Deutschlandpremiere – ist Nina Hoss mit dem Douglas-Sirk-Preis geehrt worden. Anfang November kommt die deutsch-französische Koproduktion in Frankreich in die Kinos.

DAS VORSPIEL ist nach dem preisgekrönten Drama DER ARCHITEKT (2008) der zweite Kinospielfilm, bei dem Ina Weisse Regie geführt hat. Für ihr Porträt einer Familie in all ihrer Widersprüchlichkeit hat die Filmemacherin die Hauptrolle mit der viel beschäftigten Theaterund Filmschauspielerin Nina Hoss (RÜCKKEHR NACH MONTAUK, A MOST WANTED MAN, BARBARA) besetzt und ihr den französischen Schauspieler Simon Abkarian (REBELLINNEN – LEG DICH NICHT MIT IHNEN AN, VORHANG AUF FÜR CYRANO, „Playground“) sowie seinen dänischen Kollegen Jens Albinus (NYMPHOMANIAC I, „Der Adler – Die Spur des Verbrechens“, IDIOTEN) an die Seite gestellt.

Vor der Kamera von Judith Kaufmann (NUR EINE FRAU, DER JUNGE MUSS AN DIE FRISCHE LUFT) standen in weiteren Rollen Sophie Rois („M – Eine Stadt sucht einen Mörder“, DREI), Thomas Thieme („Babylon Berlin“, KUNDSCHAFTER DES FRIEDENS) sowie die Jungdarsteller Ilja Monti und Serafin Mishiev.

Die Schauspieler

NINA HOSS als Anna Bronsky

Nina Hoss wurde 1975 in Stuttgart geboren. Bereits mit sieben Jahren sprach sie Hörspielrollen und stand mit 14 das erste Mal auf einer Theaterbühne. Nach dem Abitur studierte Nina Hoss Schauspiel an der Hochschule für Schauspiel „Ernst Busch“ in Berlin. Ab 1998 war sie u.a. am Deutschen Theater in Berlin, beim Berliner Ensemble, am Schauspielhaus Zürich und bei den Salzburger Festspielen engagiert. Ihr Filmdebüt gab Nina Hoss in Joseph Vilsmaiers Drama UND KEINER WEINT MIR NACH (1996). Dieser Film machte den Produzenten Bernd Eichinger auf sie aufmerksam, der sie 1996 als Frankfurter Edelprostituierte Rosemarie Nitribitt in seinem TV-Remake des 1950er-Jahre-Erfolgs „Das Mädchen Rosemarie“ besetzte. Für diese Rolle gewann Nina Hoss bei der Verleihung der Goldenen Kamera die Lilli-Palmer-und-Curd-Jürgens-Gedächtniskamera als Beste Nachwuchsdarstellerin. Für die Fernsehfilme „Toter Mann“ (2002) und „Wolfsburg“ (2003) erhielt Nina Hoss jeweils den Adolf-Grimme-Preis.

Nina Hoss als Anna Bronsky in DAS VORSPIEL
Nina Hoss als Anna Bronsky in DAS VORSPIEL © Judith Kaufmann / Port au Prince Pictures

Mit Doris Dörries Komödie NACKT (2001) und Hermine Huntgeburths Bestsellerverfilmung DIE WEISSE MASSAI (2004) war Nina Hoss auch im Kino erfolgreich. Für ihre Rolle in Christian Petzolds Drama YELLA wurde sie 2007 auf der Berlinale mit dem Silbernen Bären als Beste Darstellerin ausgezeichnet. Als Jury-Mitglied sowohl bei der Berlinale 2011 als auch 2016 beim Filmfestival Venedig durfte nun Nina Hoss selbst künstlerische Leistungen bewerten.

2012 übernahm sie, erneut unter Christian Petzolds Regie, die Titelrolle im preisgekrönten DDR-Drama BARBARA und ein Jahr später in dem Kinofilm PHOENIX. Für diese Rolle (Nelly) erhielt sie den Darstellerpreis beim Seattle International Film Festival (2015). 2014 spielte Nina Hoss an der Seite von Philip Seymour Hoffman im Thriller A MOST WANTED MAN von Anton Corbijn. Es folgten u.a. der US-Serienhit „Homeland“ (2016) und Volker Schlöndorffs Drama RETURN TO MONTAUK (2017), das bei der 67. Berlinale uraufgeführt wurde. 2016 wurde Hoss in die Wettbewerbsjury der 73. Internationen Filmfestspiele von Venedig berufen. Von April bis September 2019 drehte sie in Prag die Serie SHADOWPLAY unter der Regie von Måns Marlind und Björn Stein.Beim Toronto International Film Festival 2019 feiert DAS VORSPIEL von Ina Weisse und mit Nina Hoss in der Hauptrolle Weltpremiere. Seit 2019 ist sie Mitglied in der Academy of Motion Picture Arts and Sciences , die den Oscar verleiht.

Nina Hoss im Interview zu „Das Vorspiel“.

SIMON ABKARIAN als Philippe Bronsky

Simon Abkarian als Philippe Bronsky in DAS VORSPIEL
Simon Abkarian als Philippe Bronsky in DAS VORSPIEL © Judith Kaufmann / Port au Prince Pictures

Simon Abkarian wurde 1962 in Frankreich geboren und ist armenischer Abstammung. Er wuchs zunächst im Libanon auf, zog in jungen Jahren nach Los Angeles und wurde Mitglied einer armenischen Theatergruppe. 1985 kehrte er nach Paris zurück und trat dem Théâtre du Soleil von Ariane Mnouchkine bei. Simon Abkarian stand in mehr als 80 nationalen und internationalen Kino- und Fernsehproduktionen vor der Kamera, beispielsweise in Atom Egoyans AARARAT (2002) und Sally Potters YES (2004), in denen er jeweils die männliche Hauptrolle übernahm, 2006 war er in der Rolle des Alex Dimitrios im 21. James-Bond-Film CASINO ROYALE zu sehen. 2007 folgten Auftritte in der britischen Fernsehserie „Spooks – Im Visier des MI5“. 2014 spielte Simon Abkarian in Fatih Akins Historiendrama THE CUT, das den Völkermord der Türken an den Armeniern thematisiert. Simon Abkarian ist außerdem auch Autor und Regisseur, aktuell inszeniert und spielt er sein neues Stück Electre des bas fonds in Paris.

2020 ist er im Kinofilm DAS VORSPIEL von Ina Weisse zu sehen.

JENS ALBINUS als Christian

Jens Albinus als Christian Wels in DAS VORSPIEL
Jens Albinus als Christian Wels in DAS VORSPIEL © Judith Kaufmann / Port au Prince Picture

Jens Albinus, geboren 1965 auf Fünen, ist ein dänischer Schauspieler. Er besuchte von 1985 bis 1989 die Schauspielschule am Aarhus Teater und arbeitete dort danach bis 1994. Es folgten Engagements an verschiedenen Kopenhagener Theatern, darunter bis 2002 am Dänischen Staatstheater sowie einige Engagements im Ausland, zum Beispiel an der Berliner Volksbühne und am Basler Nationaltheater. Seit 1999 inszeniert Jens Albinus selbst Theaterstücke. Der Schauspieler ist dank zahlreicher eindrucksvoller Rollen in Kino- und Fernsehfilmen, in denen er seit 1996 zu sehen ist, über Dänemark hinaus populär. Seinen internationalen Durchbruch feierte Jens Albinus mit dem Dogma-Film IDIOTEN (1998) des Regisseurs Lars von Trier. Es folgten weitere Kinorollen, darunter in DANCER IN THE DARK (2000, Regie: Lars von Trier), THIS IS LOVE (2009) von Matthias Glasner oder SILENT HEART (2014) von Bille August. Von 2003 bis 2006 spielte Jens Albinus die Hauptrolle in der Krimireihe „Der Adler“, einer Koproduktion des dänischen Senders DR mit dem ZDF, durch die er hierzulande bekannt geworden ist.

2020 kommt Jens Albinus mit DAS VORSPIEL von Ina Weisse in die deutschen Kinos.

Hinter den Kulissen

INA WEISSE – REGISSEURIN
Ina Weisse ist 1968 West-Berlin geboren und aufgewachsen. Nach dem Abitur absolvierte sie ihre Schauspielausbildung an der renommierten Otto-Falkenberg-Schule in München. Es folgten Engagements u.a. an den Münchner Kammerspielen, am Nationaltheater Mannheim und am Hans Otto Theater Potsdam.

Sie spielte in zahlreichen Kino- und Fernsehfilmen mit, darunter SCHNEELAND, NICHTS ALS GESPENSTER, WERK OHNE AUTOR. Für „Das Ende einer Nacht“ und „Ein großer Aufbruch“ erhielt sie 2012 und 2016 den Deutschen Fernsehpreis als beste Schauspielerin und 2012 den Adolf-Grimme-Preis.

Nach einem Philosophiestudium in Heidelberg absolvierte Ina Weisse 2000 – 2002 ein Regiestudium an der Universität Hamburg. Ihr Abschlussfilm „Alles anders“ wurde u.a. mit dem First Steps Award 2002 ausgezeichnet. Ihr Kinofilm DER ARCHITEKT, mit Josef Bierbichler in der Hauptrolle, lief 2009 u.a. auf der Berlinale und gewann auf dem Max-Ophüls-Filmfestival den Preis für das Beste Drehbuch.

Nach ihrem Dokumentarfilm DIE NEUE NATIONALGALERIE feierte ihr zweiter Langspielfilm DAS VORSPIEL im September 2019 beim International Film Festival Toronto Weltpremiere. Er kommt Im November 2019 in Frankreich und am 23. Januar 2020 in Deutschland ins Kino.

Das KUSS QUARTETT

Das Kuss Quartett ist ein international renommiertes Streichquartett, das sich 1991 an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin gegründet hat. Mitglieder sind die Violinist*innen Jana Kuss und Oliver Wille sowie William Coleman an der Viola und Mikayel Hakhnazaryan am Violoncello. Das Quartett debütierte 1993 beim Schlosskonzert des damaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker auf Schloss Bellevue in Berlin. Seither spielte das Quartett zahlreiche Konzerte zum Beispiel in der Kölner Philharmonie, im Wiener Konzerthaus, in der Carnegie Hall in New York, außerdem u.a. in Südamerika und Japan. Die Musiker*innen arbeiteten beispielsweise mit der Sängerin Mojca Erdmann und den Klarinettisten Sharon Kam und Paul Meyer zusammen.

Das Kuss Quartett hat mehrere Preise gewonnen, darunter 2001 beim Internationalen Streichquartett-Wettbewerb im kanadischen Banff und 2002 den 1. Preis beim Premio Paolo Borciani in Italien. Zum Repertoire der Streicher*innen gehören Werke von Johannes Brahms über Franz Schubert bis Arnold Schoenberg u.v.a..

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