Kritik: Obi-Wan Kenobi – Steelbook – Limited Edition (4K Ultra HD)

Ewan McGregor kehrte in seiner Rolle als Obi-Wan Kenobi zurück
Ewan McGregor kehrte in seine Rolle als Obi-Wan Kenobi zurück © Disney

Die Kritik:

Obi-Wan Kenobi – Steelbook – Limited Edition (4K Ultra HD) (+ Blu-ray) © Disney

Die Serie “Obi-Wan Kenobi” ist eine abgeschlossene Miniserie. Als Teil des Star-Wars-Franchise von George Lucas wurde sie von Lucasfilm produziert. Ursprünglich sollte der Plot wohl als Filmtrilogie herhalten, erschien dann jedoch in sechs Folgen auf der Streamingplattform Disney+. Am 07.06.2024 ist die Reihe außerdem als limitierte Edition (4K Ultra HD + Blu-ray) im Steelbook erschienen. Dieses besprechen wir in der folgenden Kritik.

Die Idee für die Serie wurde erstmals im August 2019 auf der D23 Expo angekündigt. Ewan McGregor kehrte in seiner Rolle als Obi-Wan Kenobi zurück, die er bereits in der Prequel-Trilogie (1999-2005) gespielt hatte. Die Handlung der Serie setzt zehn Jahre nach den Ereignissen von “Star Wars: Episode III – Die Rache der Sith” ein und neun Jahre vor “Krieg der Sterne” (Episode IV). Sie folgt Obi-Wan, während er im Exil auf dem Wüstenplaneten Tatooine lebt. Dort wacht er über den jungen Luke Skywalker und muss sich seiner Vergangenheit stellen, als er ins Radar der Inquisitoren gerät und Prinzessin Leia entführt wird.

Obi-Wan Kenobi - Gut gegen Böse
Obi-Wan Kenobi – Gut gegen Böse © Disney

Nach dem starken und kompromisslosen Ende des dritten Teils herrscht natürlich erstmal Trübsal. Nur nach und nach richtet sich der geknickte Obi-Wan wieder auf und gelangt wieder zu alter Stärke. Diese nachvollziehbare Charakter-Weiterentwicklung und McGregors Schauspiel sind ein Pluspunkt der Serie. Auch die kleine Lea gefällt in ihrer Rolle gut. Man muss aber festhalten, dass gerade die Bösewichte entweder motivationslos oder gar etwas inkonsistent agieren. Eine wirkliche Bedrohung geht da kaum von aus – nicht einmal von Darth Vader. Vielleicht wollte man die FSK 12 nicht gefährden. Gerade nach den heftigem, emotionalen Ende von „Die Rache der Sith“ wirkt die Serie „Obi-Wan Kenobi“ etwas dünn. Und der Plot, den unsere Hauptfigur durchlebt, dreht sich öfters mal um sich selbst – und doch fühlt sich die Serie nicht ganz rund an. Positiv hervorzuheben ist dann noch der leichte Humor und auch die Actionszenen sitzen, kommen vergleichsweise aber selten vor.

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Bild:

Die 4K UHD-Ausführung der Serie zeichnet sich durch ihre scharfe und detaillierte Bildwiedergabe aus. Dank der hohen Auflösung und HDR (High Dynamic Range) werden Farben lebendig und kontrastreich dargestellt. Die Texturen der Kostüme, der Umgebungen und der visuellen Effekte sind klar und präzise. Auch die düsteren Szenen profitieren von der erweiterten Dynamik, da Schwarzwerte tief und detailliert bleiben. Besonders gut sieht das bei den Lichtschwert-Kämpfen aus, die in der Dunkelheit spektakulär leuchten, bis die Funken fliegen. Fällt auch diese Lichtquelle aus, ist das 4K-Bild aber teils zu dunkel geraten.

Ton:

Ähnlich positiv fällt die Tonqualität auf der 4K UHD-Version aus. Die Serie bietet in der deutschen Synchro-Fassung kein eine Dolby Atmos-Tonspur, dennoch gibt es hie und da gute räumliche und dynamische Klangerlebnisse. Die Dialoge sind klar und deutlich verständlich, während den vielen dialoglastigen Szenen. Die musikalische Untermalung und die Soundeffekte sind hervorragend abgemischt, sodass eine gute Star Wars-Atmosphäre entstehen kann.

Extras:

Das limitierte “Obi-Wan Kenobi” Steelbook bietet ein knackscharfes, glänzendes HD-Design, das die ikonischen Charaktere der Serie zeigt. Die Verarbeitung ist wie von Disney mittlerweile gewohnt sehr hochwertig und robust. Drinnen finden die 4 Discs sicheren Halt, ebenso sind 3 Artcards enthalten. Es ist ein stilvolles Sammlerstück für Star Wars-Fans und Liebhaber von physischen Medien. Auch das digitale Bonusmaterial weiß zu überzeugen. Drei Feturettes (Schicksalsduelle, Die dunklen Zeiten: Schurken, Erschaffung der Galaxis) werfen einen sympathischen Blick hinter die Serienproduktion. Darüber hinaus gibt einen  Audiokommentar von Regisseurin Deborah Chow zu Folge 4.

Serienkritik
  • 6.5/10
    Serie - 6.5/10
  • 8/10
    Bild - 8/10
  • 8/10
    Ton - 8/10
  • 9/10
    Extras - 9/10
7/10

Zusammenfassung

Star-Wars-Miniserie, die sicher nicht alle der kritischen Fans glücklich macht.

Fazit:

Die Skywalker-Sage bekommt nach ihren Filmen noch sechs Folgen, die zwischen den ersten Trilogien spielt. Etwas spannungsarm fällt diese Serie aus, aber nicht nur weil das Ende jedem bekannt sein dürfte. Präsentiert wird die Reihe in einem sehr ansehnlichen und qualitativ hochwertigen Steelbook inkl. Artcards und teils exklusiven Extras.


von Nicolas Wenger

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