Kritik zu Mars Express – 2-Disc Limited Collector’s Mediabook

Mars Express - Szenenbild der Mars-Stadt © 2024 capelight pictures OHG

Die Kritik:

Mars Express 2-Disc Limited Collectors Mediabook © 2024 capelight pictures OHG

Einen animierten Sci-Fi-Film aus Frankreich bekommt man auch nicht alle Tage zu Gesicht. Doch mit „Mars Express“ ist Capelight mal wieder ein toller Griff abseits des Mainstream-Kinos gelungen und dieser ist auch für Zuschauer eine Sichtung wert, die keine expliziten Animationsfans sind. Sammler können bei der physischen Ausführung des Films auf ein 2-Disc Limited Collector’s Mediabook mit der 4K-UHD-Disc zurückgreifen, das am 06.06.2024 erschienen ist. Diese lag auch unserer folgenden Kritik zu Grunde.

Inhalt: Der Science-Fiction-Film nimmt uns auf eine packende Reise zum Mars. Die Geschichte von „Mars Express“ spielt natürlich in der Zukunft, in der die Menschheit den Mars kolonisiert hat. Privatdetektivin Aline Ruby und Android Carlos Rivera werden angeheuert, um eine verschwundene Studentin aufzusuchen. Doch was als Routineauftrag beginnt, entwickelt sich schnell zu einem spannenden Abenteuer, das tief in die politischen und sozialen Strukturen der Marskolonie eintaucht.

Hauptfigur ist die taffe Privatdetektivin Aline Ruby
Hauptfigur ist die taffe Privatdetektivin Aline Ruby © 2024 capelight pictures OHG

Es ist nicht einfach, in 89 Minuten eine so komplexe Welt auf die Beine zu stellen. Gleichzeitig wird eine sehr starke Atmosphäre aufgebaut. Spannenderweise wirkt im Animationsfilm die Welt realistischer als in so manch anderem Streifen, der mit echten Schauspielern und CGI hantiert. Und das ist eine echte Kunst. Dafür ist der Zuschauer auch gefordert, weil in der kurzen Laufzeit eben nicht alles haarklein erklärt wird. Regisseur Jérémie Périn sagt etwa, dass er – wo möglich – lieber seine Bilder etwas erklären lässt, als mittels Dialoge zu arbeiten. Deshalb und wegen einigen expliziten Darstellungen sind die FSK 16 absolut gerechtfertigt.

Ansonsten bietet Film eine spannende und mitunter tiefgründige Geschichte. Die Figuren wirken lebensnah, obwohl insgesamt recht minimalistisch gezeichnet. Und das Zukunftsszenario gefällt. Tatsächlich wurde versucht aktuelle Entwicklungen wie etwa in der Robotik realistisch weiterzudenken unter Zuhilfenahme von Experten. Das ist sicher ein Erfolgsrezept für das kurzweilige Abtauchen in diese sehr interessante Welt.

Bild:

Die Bildqualität von „Mars Express“ ist herausragend. Die 4K-Ultra-HD-Auflösung sorgt für gestochen scharfe Bilder und lässt die beeindruckenden Landschaften des Mars erstrahlen. Die Farben sind lebendig und die Kontraste gut. Die Action und die visuellen Effekte, die maßgeblich zur Immersion beitragen, sind von höchster Qualität und lassen keine Wünsche offen. Man merkt die aufwendige Produktion, die visuell beeindruckt aber auch Liebe zum Detail offenbart.

Ton:

Auch die Tonqualität weiß zu gefallen. Der Ton hat ein DTS-HD MA 5.1-Format und schafft doch ein sehr gutes Klangerlebnis. Die gute, räumliche Klangkulisse zieht den Zuschauer mit ins Geschehen und macht die actiongeladenen Szenen sehr intensiv. Dazu trägt insbesondere der packende Soundtrack bei. Die Dialoge sind in der Synchronisation klar und gut verständlich.

Extras:

Das Mediabook bietet nicht nur den Film selbst, sondern auch eine Fülle von Extras. Die Verpackung von „Mars Express“ ist ein echtes Highlight für Sammler und Filmfans. Gewohnt hochwertig, ästhetisch ansprechend und sehr robust. Neben 4K-Disc und Blu-ray enthält das Mediabook ein umfangreiches Booklet mit Hintergrundinformationen, Interviews und Szenenbildern, die sehr schön aus dem Animationsfilm abgedruckt wurden. Das digitale Bonusmaterial umfasst lediglich Trailer.

4K-Kritik
  • 8/10
    Film - 8/10
  • 9/10
    Bild - 9/10
  • 9/10
    Ton - 9/10
  • 6/10
    Extras - 6/10
8/10

Zusammenfassung

Atmosphärisch, komplex, und sehr kurzweilig.

Fazit:

„Mars Express“ sei nicht nur Fans von Animationsfilmen ans Herz gelegt. Eine packende, realistische Zukunftsversion und eine wunderbare Inszenierung lassen den Zuschauer richtig gut abtauchen.


von Nicolas Wenger

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