Ali G in da House: die limitierte Steel Edition in der Review

Sacha Baron Cohen in Ali G in da House
Sacha Baron Cohen in Ali G in da House © justbridge entertainment

Die Kritik:

Ali G in da House (limitierte Steel Edition)
Ali G in da House (limitierte Steel Edition) © justbridge entertainment

Sacha Baron Cohen ist ein Chamäleon. Der Schauspieler und Komiker ist in seiner Karriere in so viele Figuren geschlüpft, doch drei Charaktere sind besonders im Gedächtnis geblieben. Ali G, Borat und Bruno. Alle drei haben einen eigenen Film bekommen, den Anfang hat Ali G gemacht. „Ali G In Da House“ kommt nicht an die Qualität von „Borat“ ran, ist aber um Längen besser als „Bruno“.

Mark Mylod hat schon für viele fantastische Fernsehserien Episoden inszeniert. Dazu zählen die Comedyserien „Shameless“ und „Entourage„, aber der 64-jährige Regisseur kann auch Drama und arbeitete an Kritikerhits wie „Succession“ und „Game of Thrones„. Er hat in seiner Karriere nicht viele Filme gedreht, „Ali G in da House“ war dabei sein großes Debüt. An der Inszenierung ist absolut nichts zu bemängeln, handwerklich ist alles einwandfrei und einige Einstellungen sind wirklich kreativ. Hin und wieder hakt es am Tempo und es gibt langatmige Momente, doch daran ist auch das Drehbuch schuld, welches von Sacha Baron Cohen und Dan Mazer geschrieben wurde. Beide haben auch an der Serie geschrieben und kennen sich mit dem Charakter bestens aus. Doch hier hapert es eher an einer unterhaltsamen Story, die von Anfang bis zum Ende überzeugen kann. Außerdem sind einige Gags viel zu vorhersehbar.

Der Politiker Carlton möchte die aktuelle Regierung stürzen und schmiedet dazu einen Plan. Er schlägt den vulgären Möchtegern-Rapper Ali G für das Parlament vor und dieser wird überraschenderweise gewählt. Carltons Plan geht aber nicht in Erfüllung, denn Ali mischt das Parlament ordentlich auf und kommt dem Politiker mehrmals in die Quere. Das Volk beginnt, Ali zu lieben. Nun muss Carlton schwere Geschütze auffahren, um Ali wieder loszuwerden, doch das ist leichter gesagt als getan. Sacha Baron Cohen als Ali G ist fantastisch. Die Figur kommt zwar nicht an Borat ran, den Cohen ebenfalls kreiert hat, ist aber um Längen besser als der modebessene Bruno. Das hier ist eine One Man Show, auch wenn man mit Charles Dance und einigen anderen prominente Schauspieler für die Nebenrolle gewinnen konnte.

Naomi Campbell in Ali G in da House
Naomi Campbell in Ali G in da House © justbridge entertainment

„Ali G In Da House“ kann einen starken Pluspunkt verzeichnen: Durch die Mitwirkung von Autoren, die auch an der Show über den weißen Möchtegern-Rapper beteiligt waren, haben auch hier am Drehbuch mitgeschrieben. So ist die Authentizität zu jedem Zeitpunkt erkennbar, was dem Film ungemein hilft. Die Art und Weise, wie Ali G die Jugendlichen auf die Schippe nimmt ist wirklich amüsant. Dennoch hätte die Satire hier bissiger sein können. Doch der große Schwachpunkt des Films ist der Plot, der einfach zu unausgereift ist. Es ist doch eine etwas andere Aufgabe, einen Film zu produzieren als nur eine TV-Episode. Gags wiederholen sich und es wird sehr oft eintönig. Dennoch gibt es auch immer wieder hervorragende Witze, die absolut fantastisch sind.

Sacha Baron Cohen in Ali G in da House
Sacha Baron Cohen in Ali G in da House © justbridge entertainment

Bild:

Das Bild ist konstant sehr scharf und überzeugt mit starken Farben. Auch die Bildruhe kann überzeugen, denn sie lässt kaum Körnung. Close-ups sind schön scharf und der Kontrast in dunklen Bildbereichen ist zufriedenstellend.

Ton:

Akustisch ist „Ali G in da House“ nicht der lauteste Film, kann aber dennoch überzeugen, da die Charaktere stets gut verständlich sind.

Extras:

Neben einem Audiokommentar von Ali G & Ricky C und einigen Featurettes gibt es auch noch unveröffentlichte Szenen und eine Fotogalerie. Die Features können allesamt überzeugen.

Blu-ray Wertung
  • 6/10
    Film - 6/10
  • 8/10
    Bild - 8/10
  • 7/10
    Ton - 7/10
  • 5/10
    Extras - 5/10
6/10

Kurzfassung

Kann mit hervorragenden Witzen unterhalten.

Fazit:

„Ali G In Da House“ ist ein solider Film, der trotz Schwächen unterhalten kann.


von Denizcan Sürücü

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