Disney+: Tarzan in der Review

Tarzan und Jane
Tarzan und Jane © Disney

Im Jahre 1999 brachte Walt Disney eine alte Figur (die man in Hollywood schon vorher in mehreren Produktionen sehen konnte) zurück auf die große Kinoleinwand. Es war ein Held, der früher in realen Filmen Fans erlangen konnte und dort zum Kultstatus gekommen ist.


Tarzan - Blu-ray
Tarzan – Blu-ray © Disney

Die Meisten werden sich aber neben diesen Filmen vor allem an die Disneyversion erinnern und das aus guten Gründen. Hier werden Themen wie Selbstbestimmung, Nächstenliebe und das Vertrauen zwischen Mensch und Tier in ihren alten Gewohnheiten präsentiert. Dabei haben sie so manches richtig gemacht. Die beste Entscheidung war aber definitiv die Musik von Phil Collins. Er weiß einfach wie man gute Musik macht und durch diese einzigartigen Lieder, hat man es geschafft, die Gefühle der Figuren noch besser auszudrücken und sie so dem Publikum noch menschlicher zu machen. Es waren zwar „nur“ gezeichnete Bilder, aber wer die Disneyfilme kennt, weiß, dass das nichts bedeuten muss und auch hier funktionieren die Gefühle wunderbar. Es gibt ein gutes Zusammenspiel aus Bild und Musik und dafür hätte es einfach keinen besseren treffen können als Phil Collins!

Im Kern geht es hier um den Jungen Tarzan, der im jungen Alter seine Eltern verliert. Zurück gelassen weckt er die Neugierde der Gorilladame Kala, die ihn (nachdem sie die toten Eltern gesehen hat) mitnimmt und ihn als ihr eigenes Kind aufzieht. Dies trifft zwar nicht nur auf positive Stimmen und ihr Mann und Rudelführer Kerchak würde den Kleinen am liebsten direkt loswerden, doch Kala bleibt standhaft und so darf Tarzan bleiben. Er wächst unter Gorillas auf und trifft als Erwachsener auf die junge Forscherin Jane. Diese weckt zwar direkt sein Interesse, aber er weiß nicht was sie ist, denn Menschen hat er beim Aufwaschen nie kennengelernt. Doch er spürt, dass da was erwacht ist und würde dieses Gefühl gerne nachgehen. So entsteht etwas, was man als wahre Liebe bezeichnen kann.

Die Affenbande in Tarzan
Die Affenbande in Tarzan © Disney

Ich habe bereits über die Werte dieses Films gesprochen und diese fallen in so vielen Punkten positiv auf. Es ist zum einen die wirklich gelungene Musik, die hier zum Tragen kommt, zum anderen auch einfach die Liebe zum Detail, die Disney jedes Mal an den Tag legt. Man hat das Gefühl eines weiten und doch sehr behütenden Dschungels, wo man gerne drin verweilen möchte. Es ist eine Arbeit, wo man merkt, dass da so manche Stunde reingeflossen ist, denn der Film kam zu einer Zeit heraus, wo bei Disney immer noch alles mit der Hand gezeichnet wurde und dafür sieht die Kulissen wirklich schön aus. Natürlich ist diese Figur fiktiv, aber durch die menschlichen Züge und die Tatsache, dass wir alles was hier gezeigt wird, auch im richtigen Leben wirklich gibt, könnte so etwas vor einigen Jahren tatsächlich passiert sein und das finde ich auch sehr beachtlich. Neben den ernsteren und nachdenklicheren Szenen, macht es aber auch total viel Spaß Terk und Tantor bei ihren Versuchen Tarzan zu helfen zuzuschauen und vor allem der Spruch (Den Tantor direkt zum Anfang, wo man ihn kennenlernt) sagt, funktioniert auch abseits des Films wunderbar. „Ist das Wasser auch wirklich keimfrei?“ ist in meinen Augen der lustigste Spruch im gesamten Film und er hatte (rund um die Veröffentlichung des Films) Kultstatus.

Jane in Disney’s Tarzan
Jane in Disney’s Tarzan © Disney

Der Film hat aber dennoch Schwächen, die einem beim wiederholten Male ansehen auffallen. Zum einen bleibt er relativ vorhersehbar, man freut sich zwar mit den Figuren und begleitet sie gerne, aber man weiß auch schon von Anfang an, wie der Film enden wird und behält damit vollkommen Recht. Am Ende passiert zwar etwas, mit dem ich nicht gerechnet hätte, aber dennoch ist das Meiste klar. Auch das „Traumpaar“ an sich hat eine Schwäche. Sie sind zwar süß zusammen, aber ich hatte dennoch nicht bei jeder Stelle das Gefühl, dass sie dich wirklich lieben und vor allem das Kennenlernen verlief etwas erzwungen und holprig, sodass man es erstmal auch nicht wirklich fühlen kann. Das liegt aber nicht an der Hauptfigur, denn Tarzan ist in meinen Augen wirklich gut gelungen. Nein, es liegt viel eher an Jane, der es an Ausdrucksweise fehlt. So gibt es keinen richtigen Gegenpart in der Liebe der Beiden, denn sie bleibt zu eindimensional.

Fazit:

Es ist ein Film geworden, der einfach glücklich macht und verzaubert. Der Dschungel war noch nicht so romantisch und es macht Spaß der Musik zu lauschen, auch fernab des Films. Klar gibt es einige Schwächen, die einem nach und nach auffallen, aber welcher Film ist schon perfekt?

Filmwertung
8/10

Kurzfassung

Macht glücklich und verzaubert

von Peter Brauer

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