Die besten Filme der letzten 10 Jahre

Jamie Foxx in Django Unchained
Jamie Foxx in Django Unchained © Sony Pictures Entertainment

Im letzten Jahrzehnt hat sich in der großen Welt des Films wirklich einiges verändert. Die immer größer werdende Beliebtheit von Streamingdiensten, die bahnbrechenden Möglichkeiten, die mittlerweile durch CGI und Co. möglich sind und ein breiteres Angebot an Filmen und Serien als je zuvor, prägten die letzten Jahre des Kinos grundlegend. Doch durch was wird dieses Jahrzehnt in Zukunft im Gedächtnis bleiben? Wird man dabei an die zahlreichen Remakes und Reboots zurückdenken, oder denken wir dann eher an das goldene Zeitalter der Comicverfilmungen? Vielleicht auch an die unglaubliche Expansion von Disney in den letzten Jahren? Vielleicht wird man aber auch an die wohl grenzenlose Kreativität von so vielen Filmemachern, wie Christopher Nolan, Denis Villeneuve oder eines Bong Joon-ho denken, die dieses Jahrzehnt wahrlich prägten.


Von 2010 bis 2019 gab es unzählige Filme, die sich einem für immer ins Gedächtnis einprägen. Leider kann man bei einer so großen Auswahl lange nicht jeden Film unterbringen, der es ebenfalls verdient hätte, weswegen dies eine rein persönliche Auflistung ist. Man kann aber auf jeden Fall sagen, dass sich jeder Filmfreund die folgenden Filme einmal zu Gemüte führen sollte.

Get Out - Chris (Daniel Kaluuya)
Get Out – Chris (Daniel Kaluuya) © Universal Pictures

10. Get Out (2017)

Es wird endlich Zeit, dass der Afroamerikaner Chris (Daniel Kaluuya) die Eltern seiner weißen Freundin Rose (Allison Williams) kennenlernt. Deswegen kommen die beiden für ein Familientreffen auf den Landsitz der Familie Armitage. Auf den ersten Blick wirkt die wohlhabende Familie ziemlich freundlich gegenüber Chris, dieser merkt aber bald, dass etwas ganz und gar nicht stimmt. Nicht einmal er kann jedoch ahnen, was für Schrecken ihn in dem vermeintlich ruhigen und gesitteten Landhaus noch erwartet.

„Get Out“ aus dem Jahr 2017 ist das Regiedebüt des großartigen Comedian Jordan Peele. Man kann diesen Film eigentlich gar nicht wirklich beschreiben, weil er so einzigartig ist. Angefangen von dem Stil, der oft von Thriller- und Horrorelemente in derb witzigen schwarz humorigen Momenten umschwenkt. Alle Aspekte in dem Film, wie die Bilder, die Thematik und vor allem die unterschwelligen Messages, die sich in Get Out verstecken, funktionieren extrem gut, so dass man sich den Film eigentlich gleich mehrere Male anschauen sollte. Sonderlich mehr lässt sich über dem Film eigentlich gar nicht sagen, da man sonst zu viel vorwegnehmen würde. Am besten selber anschauen!

Ryan Gosling in Drive
Ryan Gosling in Drive © LEONINE

9. Drive (2011)

Tagsüber verbringt er seine Zeit als Stuntman in Filmen, doch nachts fungiert der Namenlose, den man nur unter dem Namen „The Driver“ (Ryan Gosling) kennt als Fluchtwagenfahrer in der Unterwelt von Los Angeles. Aber er ist nicht nur irgendein Fluchtwagenfahrer, sondern der Beste, den es gibt. Mit der Zeit fängt er dann an, seiner Nachbarin Irene (Carey Mulligan) näher zu kommen, doch als Irenes Mann (Oscar Isaac) aus dem Gefängnis entlassen wird und dieser mit Driver einen Job durchziehen will, beginnt die Situation bald zu eskalieren.

Der 2011 erschienene „Drive“ ist ein wirklich gelungener und tiefgehender Thriller der alten Schule. Von der brutalen Action und den großartigen Bildern, bis hin zu dem erstklassigen Hauptcharakter, der sehr stark an den großartigen Steve Mcqueen erinnert, macht der Film extrem viel Spaß. Auch die sehr spannende Handlung und allem voran die sehr tiefgründigen und mitreißenden Charaktere machen den Film allemal sehenswert.

Shutter Island hat ein überraschendes Ende
Shutter Island ist einer der Filme mit überraschendem Ende © Concorde

8. Shutter Island (2010)

Im Jahr 1954 wird der U.S. Marshal Teddy Daniels (Leonardo DiCaprio) mit seinem neuen Partner Chuck Aule (Mark Ruffalo) auf die Insel „Shutter Island“ geschickt, auf der sich eine Anstalt für psychisch gestörte Schwerverbrecher befindet, da dort ein Insasse spurlos verschwunden ist. Mit der Zeit wird Marshal Daniels jedoch klar, dass auf dieser Insel nicht alles so ist, wie es den Anschein macht, doch das hindert ihn nicht daran, alles daran zu geben, die Wahrheit über die mysteriöse Anstalt zu herauszufinden.

Auch im letzten Jahrzehnt bewies Martin Scorsese mit Filmen, wie „The Wolf of Wallstreet“, „The Irishman“ und gerade dem 2010 erschienenen „Shutter Island“ mal wieder, dass er einer der besten Filmemacher aller Zeiten ist. Shutter Island ist ein Paradebeispiel für einen gelungenen und mitreißenden Psychothriller, der einen von der ersten bis zur letzten Sekunde nicht loslässt. Viele unerwartete Wendungen und ein extrem verzweigter und gut durchdachter Plot schaffen es, den Zuschauer bis zum Schluss zu fesseln und zu schockieren. Genauso interessant ist der Cast, der Hollywoodgrößen wie Leonard DiCaprio, Ben Kingsley und die im März verstorbene Legende Max von Sydow beinhaltet. Fans von undurchschaubaren Psychothrillern sei dieser Film wahrlich ans Herz gelegt.

Hereditary - Das Vermächtnis - Familie Graham am Tisch
Hereditary – Das Vermächtnis: Familie Graham am Tisch © Splendid Film

7. Hereditary (2018)

Als die Mutter der Galeristin Annie (Tonie Collete) stirbt, fängt ihr Leben und das ihrer Familie an, sich langsam aber sicher grundlegend zu verändern. Das liegt nicht nur daran, dass sich immer mehr seltsame Ereignisse um die Familie häufen, sondern auch, weil die verstorbene Mutter Geheimnisse hatte, die mit der Zeit immer mehr ans Licht kommen.

Bei Ari Asters Meisterwerk „Hereditary“ ist es ähnlich, wie bei dem zuvor erwähnten „Get Out“, dass man auf die Handlung gar nicht genauer eingehen kann, da man sonst zu viel über diesen unvorhersehbaren Horrorschocker vorwegnehmen würde. Man kann lediglich sagen, dass der langsame Verfall der Familie in Trauer und Wahnsinn so interessant und schockierend realitätsnah gestaltet ist, dass leichteren Gemütern besser davon abgeraten sei, sich diesen Film anzuschauen, denn in seiner düsteren und reellen Atmosphäre überzeugt Hereditary nicht nur als Horrorfilm, sondern auch als sehr nahegehendes Familiendrama, das auch noch Tage nach dem Schauen ein unschönes Gefühl in der Magengrube hinterlässt. Dazu kommen noch die unvergesslichen Bilder und Kamerafahrten, die man so zuvor nie gesehen hat und sich ein Leben lang ins Gedächtnis des Zuschauers brennen werden. All das macht Hereditary nicht nur zum besten Horrorfilm des letzten Jahrzehnts, sondern zu einem der Besten aller Zeiten.

Für kostenloses Internet kriechen Ki-jung (Park So Dam) und ihr Bruder Ki-woo (Choi Woo Shik) in die entlegensten Ecken ihrer Behausung
Für kostenloses Internet kriechen Ki-jung (Park So Dam) und ihr Bruder Ki-woo (Choi Woo Shik) in die entlegensten Ecken ihrer Behausung © Koch Films

6. Parasite (2019)

Vater, Mutter, Tochter und Sohn der Familie Kim sind allesamt arbeitslos und ganz unten angekommen. Eines Tages bietet sich dem Sohn Kim Ki-woo (Choi Woo-shik) die Chance, als Nachhilfelehrer in einer wohlhabenden Familie zu fungieren. Mit einigen Tricksereien gelingt es der Familie Kim, sich einiger anderer Bediensteten der reichen Familie Park zu entledigen, sodass einer nach dem anderen eine Stelle in dem Haus einnehmen kann. Doch unvorhersehbare Ereignisse sorgen dafür, dass die Kims schon bald mit größeren Problemen zu kämpfen haben.

Anfang dieses Jahres machte der südkoreanische Regisseur Bong Joon-ho bereits auf sich aufmerksam, als sein Werk „Parasite“ bei den Oscars abräumte und unter anderem als erstes ausländisches Werk den Oscar als bester Film gewann und das vollkommen zu recht. Wie es für Bong Joon-ho typisch ist, lässt sich auch Parasite nicht in ein bestimmtes Genre einordnen. Die Handlung ist mal wieder sehr außergewöhnlich und schwer zu durchschauen, während man mit den großartig gestalteten Protagonisten von erster bis zur letzter Sekunde mitfiebert. Für Freunde des Außergewöhnlichen ist Parasite ein wahrer Genuss.

Sam Rockwell (Officer Jason Dixon) und Frances McDormand (Mildred Hayes)
Three Billboards Outside Ebing, Missouri:
Sam Rockwell (Officer Jason Dixon) und Frances McDormand (Mildred Hayes) © 2017 Twentieth Century Fox

5. Three Billboards Outside Ebbing, Missouri (2017)

Das Leben vom Mildred Hayes (Frances Mcdormand) ist nicht mehr dasselbe, seitdem ihre Tochter vergewaltigt und ermordet wurde. Ihrer Meinung nach hängt sich die örtliche Polizei nicht genug in den Fall rein, weswegen sie beschließt, Werbetafeln zu mieten, um provokante Texte gegenüber dem Polizeichef William Willoughby (Woody Harrelson) darauf zuschreiben. Dies gefällt dem Polizeirevier und vielen Anwohnern der Stadt jedoch gar nicht, da der Sheriff ein sehr beliebtes Mitglied in der Gemeinde ist, wodurch Hayes bald mit Anfeindungen und Schikane zu kämpfen hat.

Es gibt viele Worte, mit denen man Martin McDonaghs „Three Billboards Outside Ebbing, Missouri“ beschreiben kann, ein paar davon wären zum Beispiel: traurig, witzig, mitreißend und bitterböse. Es gibt wenige Filme, die es schaffen, im Verlauf der Handlung so viele verschiedene Gefühle zu wecken, was nicht nur an der interessanten Geschichte um all die sonderbaren Charaktere in der Kleinstadt liegt, sondern auch an den großartigen Darstellern, wie Frances McDormand und Sam Rockwell, die beide für ihre erstklassigen Darbietungen den Oscar gewannen. Als Drama mit bissigem schwarzem Humor und vielen verrückten Charakteren erinnert der Film auch sehr oft an Werke der legendären Coen-Brüder. Wenn man sich mal nicht entscheiden kann, ob man einen Film zum Lachen oder zum Weinen sehen will, ist dieser Film genau richtig, da er für beides garantiert.

Sicario - FBI-Agentin Kate Macy (Emily Blunt) im Tunnel
Sicario – FBI-Agentin Kate Macy (Emily Blunt) im Tunnel © STUDIOCANAL GmbH

4. Sicario (2015)

Kate Macer (Emily Blunt) ist eine herausragende FBI-Agentin, was den Kampf gegen den Drogenschmuggel im Grenzgebiet zu Mexiko angeht, wodurch CIA-Agent Matt Graver (Josh Brolin) auf sie aufmerksam wird, der eine Spezialeinheit zusammenstellt, um einen der größten Kartellbosse Mexikos aus dem Verkehr zu ziehen. Bald hat Macer jedoch mit ihrer eigenen Integrität und Moral zu kämpfen, als sie sieht, dass Graver und der mysteriöse Spezialagent Alejandro (Benicio del Toro) genauso gnadenlos vorgehen, wie die Drogenschmuggler, die sie stoppen sollen.

Denis Villeneuve gehört mit Sicherheit zu den einflussreichsten Regisseuren des letzten Jahrzehnts. Sein extrem bedrückender Thriller „Sicario“ ist ein Paradebeispiel dafür. Sicario spielt an der Grenze zwischen den USA und Mexiko und zeigt mit einem erschreckenden Realismus, wie gnadenlos es dort im Drogenmilieu zugehen kann. Man fühlt sich von der ersten Szene, bis zur Letzten hineingeworfen in diese Welt und kann kaum die Augen von dem abwenden, was man sieht. Mit Josh Brolin und Benicio del Toro als unbarmherzige Killer hat man in Sicario auch eines der interessantesten und coolsten Film Duos der letzten Jahre, die auch in dem ebenfalls sehenswerten „Sicario 2: Soldado“ wieder Jagd auf Drogenkartelle machen. Zu der bedrückenden Stimmung im Film hilft auch noch der brachiale Sound und Soundtrack von Jóhann Jóhannson mit, der beim Schauen wie ein gigantisches Dröhnen durch das Wohnzimmer fegt. Fans von düsteren und brutalen Thrillern mit gut durchdachter Handlung, tollen Kamerafahrten und brillanten Darstellern sollten sich Sicario nicht entgehen lassen.

Joker (Joaquin Phoenix)
Joker (Joaquin Phoenix) © Warner Bros.

3. Joker (2019)

Arthur Fleck (Joaquin Phoenix) kann einem nur leidtun. Als talentloser Comedian wohnt er zusammen mit seiner Mutter (Frances Conroy) in einer heruntergekommenen Wohnung im Gotham City der 80er Jahre. Dann verliert er auch noch seinen Job als Clown, weil er eine geladene Waffe in ein Kinderkrankenhaus mitgebracht hatte. Doch wie sich bald herausstellen sollte, wird das raue Pflaster Gotham bald zum Zeugen der Geburt einer Widerstandsbewegung, die von Arthur in Gang gebracht wurde, durch die man ihn bald nur noch als „Joker“ kennt.

„Joker“, der altbekannte Erzfeind von Batman dürfte wohl jedem ein Begriff sein. Es gibt wenige Comicfiguren, die wie der Joker so viele verschiedene Versionen und Interpretationen hat. Von den verschiedenen Looks und Charakterzügen aus den zahlreichen Comics, bis hin zu den vielen verschiedenen Versionen, die es von ihm im Film oder Serienformat gab, jeder Joker steht für sich selbst und repräsentiert etwas Anderes. So auch im Meisterwerk von Todd Phillips. Joker von 2019 ist dabei eine ganz andere Comicverfilmung, wie wir sie in den letzten Jahren kennengelernt haben. Bei der Überschwemmung von gigantischen Superheldenfilmen, mit großer Action, viel Humor und viel zu viel CGI, ist Joker da mal eine schwer benötigte Abwechslung. Die Geschichte rund um Arthur Fleck, der tagtäglich vom Leben ge**ckt wird, und eines Tages dann aus sich herauswächst, in dem er es allen zeigt, die die ganze Zeit auf ihm herumtrampelten, ist einfach nur großartig inszeniert. Das, gepaart mit dem erstklassigen Hauptdarsteller Joaquin Pheonix macht Joker mehr zu einer düsteren und brutalen Charakterstudie, als zu einem großen Actionspektakel. Natürlich gibt es noch viel mehr Gründe, warum Joker die Beste Comicverfilmung des Jahrzehnts ist, wer aber alle kennen will, muss sich einen Gefallen tun und ihn selbst anschauen.

Blade Runner 2049: Joi (Ana De Armas) und K (Ryan Gosling)
Blade Runner 2049: Joi (Ana De Armas) und K (Ryan Gosling) © 2017 Sony Pictures Releasing GmbH

2. Blade Runner 2049 (2017)

Nachdem im Jahre 2023 aufgrund brutaler Ausschreitungen die Produktion von künstlichen Menschen, genannt „Replikanten“ verboten wurde, schafft es Niander Wallace (Jared Leto) viele Jahre später eine neue Generation Replikanten zu kreieren. Officer K (Ryan Gosling) ist selbst auch einer dieser Replikanten und arbeitet gleichzeitig für das LAPD als sogenannter „Blade Runner“, deren Aufgabe es ist, alte, nicht zulässige Replikanteneinheiten zu finden und zu töten. Doch bei der Erfüllung seiner Pflichten trifft K auf ein gefährliches Geheimnis, das ihn zu dem ehemaligen Blade Runner Rick Deckard (Harrison Ford) führt, der 30 Jahre zuvor spurlos verschwand.

Der originale „Blade Runner“ von Ridley Scott aus dem Jahre 1982 gilt unter Fans (vollkommen zu Recht) als der beste Science-Fiction Film aller Zeiten. Als über 30 Jahre später bekannt wurde, dass eine Fortsetzung zu dem Meilenstein der Filmgeschichte kommen soll, waren verständlicherweise viele skeptisch. Zum Glück aber vollkommen zu unrecht. Bereits mit „Arrival“, „Prisoners“ und dem zuvor erwähnten „Sicario“ hat Denis Villeneuve meisterhaft sein filmisches Können bewiesen. Doch indem er für Blade Runner ein Sequel schuf, das dem Original in nichts nachsteht, hat er gezeigt, dass er zu den besten Künstlern unserer Zeit gehört. Er brachte mit Blade Runner 2049 ein Paradebeispiel dafür, wie man einen Film richtig fortsetzt, in dem er den düsteren Ton vom Vorgänger gekonnt wieder einfängt und im ganz Allgemeinen durch Setting, Charaktere, Soundtrack und Stimmung extrem an den ersten Teil erinnert. Trotzdem gelingt Villeneuve es aber auch auf respektvolle Weise etwas Neues zu erschaffen und seine eigenen Spuren in diesem filmischen Universum zu hinterlassen. Damit ist Blade Runner 2049 nicht nur der beste Science-Fiction Film des letzten Jahrzehnts, sondern gehört neben Filmen wie „der Pate 2“, „Aliens“ und „Terminator 2“ zu den besten Fortsetzungen aller Zeiten.

Leonardo DiCaprio und Jamie Foxx in Django Unchained
Leonardo DiCaprio und Jamie Foxx in Django Unchained © 2012 Visiona Romantica, Inc. All Rights Reserved.

1. Django Unchained (2012)

Django (Jamie Foxx) hat als Sklave, getrennt von seiner Frau Broomhilda (Kerry Washington), ein schweres Leben. Doch nachdem er von dem deutschen Kopfgeldjäger Dr. King Schultz (Christoph Waltz) befreit wird, damit Django ihm hilft ein paar Ganoven zu finden, möchte sich Django auf den Weg machen, seine Frau zu finden. Diese wird von dem skrupellosen Plantagenbesitzer Calvin Candie (Leonardo DiCaprio) als Haussklavin gehalten. Als Django und Schultz das erfahren, versuchen sie Candie unter falschen Vorwänden hervorzulocken und Broomhilda zu befreien, doch sie haben nicht mit Candies gnadenlosem ersten Haussklaven Stephen (Samuel L. Jackson) gerechnet, der ihren Plan zu durchschauen droht und somit alle in große Gefahr bringt.

Quentin Tarantino ist fürwahr einer der außergewöhnlichsten Regisseur aller Zeiten. In all seinen Filmen spürt man seine Liebe und Hingabe für das Filmemachen. Faszinierende und großartig gespielte Charaktere, geniale und witzige Dialoge, eskalierende und überzogene Gewalt und natürlich seine geradezu versessene Liebe zum Detail sind nur ein paar der Markenzeichen, die ihn und seine Filme zu Kult machten. Den Grund für seinen Kultstatus kann man in seinem 2012 erschienen „Django Unchained“ auf herrliche Weise nachvollziehen. Alle Figuren im Film, sei es der ruhige, schnell schießende Django, der widerliche Calvin Candie, der abgrundtief böse Stephen oder allen voran der übertrieben nette, aber auch gnadenlose Ex-Zahnarzt Dr. King Schultz, machen sehr viel Spaß und zeigen, dass Tarantino ein ungeschlagener Meister im Erschaffen von denkwürdigen Charakteren ist. Man erkennt in Django Unchained auch die Liebe, die Tarantino für das Westerngenre hat, in dem er zahlreiche Anspielungen und Hommagen an die großen Spaghetti-Western der alten Zeiten bringt. Im Grunde ist der Film auch Tarantinos große Liebeserklärung an den legendären Italowestern. In dem er dieses Genre mit seinem einzigartigen Stil vermischte, schuf Tarantino ein großes Western-Meisterwerk nachdem das Genre für lange Zeit tot geglaubt wurde.

von Marius Geiß

1 Kommentar zu Die besten Filme der letzten 10 Jahre

  1. Danke für die Tipps. Sehr gut ge- und beschrieben.
    Da kann man sich den einen oder anderen Film schon mal zu Gemüte führen.

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