X-Men: Dark Phoenix – Filmkritik: würdiges Finale des Franchise

X-Men: Dark Phoenix - Sophie Turner (Jean/Phoenix)
X-Men: Dark Phoenix - Sophie Turner (Jean/Phoenix) © 2019 Twentieth Century Fox

Die Kritik:

X-Men: Dark Phoenix Filmplakat
X-Men: Dark Phoenix Filmplakat © 2019 Twentieth Century Fox

Mit „X-Men: Dark Phoenix“ erwartet uns nun schon der siebte Hauptteil der beliebten Superhelden Reihe. Dabei bedienen sich die Autoren abermals an der beliebten Dark Phoenix Story, welche schon mehr oder weniger geglückt mit „X-Men: der letzte Wiederstand“ im Jahre 2006 adaptiert wurde. Zudem gab es einen erneuten Regietausch und so dient hier nicht der Serien-Veteran Bryan Singer, sondern Simon Kinberg als Regisseur. Doch hat man aus den alten Fehlern gelernt oder erwartet uns nun abermals eine eher missglückte Verfilmung? Dies erfahrt ihr in meiner Kritik.

Nach den Ereignissen von „X-Men: Apocalypse“ sind die X-Men rund um den Anführer Charles X. Xavier (James McAcoy) immer noch im Einsatz, um Menschen in Not zu retten und zu beschützen. Eines Tages wird das Team im Weltraum benötigt, da eine Sonnenerosion ein umliegendes Space-Shuttle bedroht. Die Mission geht jedoch schief und so kommt die junge Mutantin Jean Grey (Sophie Turner) mit der Erosion in Kontakt. Auch wenn zunächst alles gut gegangen ist, entwickelt sich in Jean mit der Zeit eine Verstärkung ihrer Superkräfte. Die Situation eskaliert anschließend völlig, als sie erfährt, dass Charles ihr einiges über ihre Vergangenheit verheimlicht hat. Da ihre Kräfte immer mehr außer Kontrolle geraten, beginnen schließlich auch mehrere X-Men Mitglieder sich gegen sie zu stellen. Voller Zorn flüchtet Jean daher und beginnt ihrer Vergangenheit auf den Grund zu gehen.

X-Men: Dark Phoenix - Jennifer Lawrence (Raven/Mystique)
X-Men: Dark Phoenix – Jennifer Lawrence (Raven/Mystique) © 2019 Twentieth Century Fox

Der Film beginnt dabei relativ identisch wie „X-Men: der letzte Wiederstand“. Wir erfahren abermals die Hintergrundgeschichte von Jean Grey sowie ihr erstes Treffen mit Xavier. Man wird daher eine längere Zeit das Gefühl nicht los, dass es sich eher um ein Remake eines der Vorgänger handelt. Doch mit der Zeit beginnt sich die Handlung konsequent immer mehr zu entfalten, sodass es sich am Ende des Tages um einen der besten Filme der Reihe handelt. Dies liegt unter anderem an den verschiedenen Charakteren, welche allesamt eine vernünftige Screentime besitzen. Dabei machen viele, insbesondere die Hauptpersonen, Veränderungen im Vergleich zu den Vorgängern durch, sodass jeder neue ergänzende Eigenschaften besitzt. So bleiben auch nach dem siebten Teil der Reihe alle Mutanten konstant spannend und unterhaltend.

Im Mittelpunkt steht dabei die namensgebende Dark Phoenix, welche von der aus Game of Thrones bekannten Sophie Turner verkörpert wird. Diese scheitert jedoch an den vielen intimen und persönlichen Momenten des Charakters. So fühlen sich manche Handlung etwas überdramatisiert an, was die Authentizität etwas in den Hintergrund rückt. Auf der anderen Seite steht abermals James McAvoy als Charles X. Xavier. Seine Performance orientiert sich dabei immer mehr an der von Patrick Steward aus den älteren Teilen. Seine Verwandlung spielt der Schauspieler dabei gekonnt gut und steht seinem Vorgänger weiterhin in nichts nach. Das Highlight stellt hingegen abermals der von Michael Fassbender verkörperte Magneto da. Auch wenn seine Rolle im Vergleich zu den Vorgängern deutlich geringer ausfällt, stiehlt er weiterhin seinen Kollegen förmlich die Show. Dabei brilliert er zusammen in Verbindung mit McAvoy, was die Freundschaft beziehungsweise Feindschaft der beiden auf ein neues Level bringt.

X-Men: Dark Phoenix - v.l.n.r.: James McAvoy (Professor Charles Xavier), Andrew Stehlin (Red Lotus), Kodi Smit-McPhee (Kurt Wagner/Nightcrawler), Tye Sheridan (Scott Summers/Cyclops), Nicholas Hoult (Hank McCoy/Beast), Kota Eberhardt (Selene), Michael Fassbender (Erik Lehnsherr/Magneto), Alexandra Shipp (Ororo Munroe/Storm)
X-Men: Dark Phoenix – v.l.n.r.: James McAvoy (Professor Charles Xavier), Andrew Stehlin (Red Lotus), Kodi Smit-McPhee (Kurt Wagner/Nightcrawler), Tye Sheridan (Scott Summers/Cyclops), Nicholas Hoult (Hank McCoy/Beast), Kota Eberhardt (Selene), Michael Fassbender (Erik Lehnsherr/Magneto), Alexandra Shipp (Ororo Munroe/Storm) © 2019 Twentieth Century Fox

Die Geschichte ist dabei deutlich knapper und kürzer als in den restlichen Teilen erzählt. Mit einer Laufzeit von rund 112 Minuten erwartet uns daher auch der kürzeste Film der Reihe. Dies kann man „Dark Phoenix“ jedoch nur positiv vorhalten, da es dadurch vergleichsweise weniger Längen gibt. Das Gesamtprodukt fühlt sich daher einfach runder an. Jedoch merkt man auch, dass der Film einem zu viel erzählen möchte. So ist die von Jessica Chastain verkörperte Schurkin Lilandra Neramani völlig fehl am Platz und dient nur als obligatorischer Bösewicht. Hier hat sogar der extrem Schwache Apocalype, welcher im Vorgänger von Oscar Issac gespielt wurde, mehr Persönlichkeit besessen. Da hat man daher ordentlich Potential verschenkt.

Technisch gesehen gibt es bei dem Film wenig zu kritisieren. Die Effekte sehen allesamt sehr hochwertig aus und zu keinem Zeitpunkt als diese identifizierbar. Die Kameraarbeit des Kameramann Mauro Fiore ist Grund solide und fängt die vielen Bilder stehts gut ein. Die Musik stammt diesmal von Hans Zimmer, welcher ebenfalls den Film gut ergänzt. Besonders in den actiongeladenen Momenten wird die Atmosphäre daher zusätzlich noch einmal unterstrichen.

Filmwertung
8/10

Kurzfassung

Überaus überzeugender Superhelden Film, welcher als Finale des Franchise würdig beendet.

Fazit:

„X-Men: Dark Phoenix“ ist ein überaus überzeugender Superhelden Film, welcher als Finale des Franchise würdig beendet. Dies liegt unter anderem an der Kombination und Entwicklung der vielen verschiedenen Helden, welche allesamt einen guten Abschluss finden. Auch die Story weiss trotz ihrer etwas traditionellen Form zu überzeugen. Der Film ist daher eine klare Empfehlung für alle Superhelden Fans sowie der, des X-Men Universums.


von Phillip Schwellenbach

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