Rampage – Big Meets Bigger – Filmkritik: Monströser Actionfilm

Rampage - Big meets Bigger: Davis (Dwayne Johnson) und sein Gorilla George © Warner Bros.

Die Kritik:

Schauspieler Dwayne Johnson ist für seine rasanten Actionfilme bekannt. E gal, ob in der „Fast & Furios“- Reihe, in „San Andreas“ oder zuletzt in „Baywatch“ und „Jumanji“ – wo Johnson auftritt, bleibt kein Stein auf dem anderen. Und dies ist auch bei dem Action-Abenteuer „Rampage – Big meets Bigger“ von Brad Peyton der Fall.
Wer sich beim Ansehen des Trailers oder bei einem Blick auf das Plakat an „Kong: Skull Island“ erinnert fühlt, der liegt gar nicht so falsch.

Rampage – Poster © Warner Bros.

Denn auch bei „Rampage“ bekommt es die Menschheit mit überdimensionalen Tieren zu tun, die binnen eines Moments eine Stadt in Schutt und Asche zerlegen. Angelehnt an das gleichnamige Arcade-Spiel aus dem Jahr 1986, kommen die monströsen Tiere nicht von ungefähr, sondern mutieren mittels eines ausgearteten, wissenschaftlichen Experiments, zu Bestien. Zu jenen gehört auch der Albino-Gorilla George, den Ranger Davis Okoye (Dwayne Johnson) einst in der Wildnis fand und aufzog, nachdem Wilderer dessen Mutter getötet hatten. Zwischen Mensch und Gorilla herrscht eine sichtbare Verbindung, die sich im Laufe der Jahre
zu einer ungewöhnlichen Buddy-Freundschaft entwickelt hat. Obwohl George mit seinen Artgenossen in einem Reservat lebt, erkennt er Davis stets
wieder und als gleichgestelltes Individuum an. Dies spiegelt sich nicht nur in der Körperhaltung, sondern auch in den Gebärden wieder, über die Davis mit George kommuniziert. Bei jenen Szenen fühlt man sich unweigerlich an „Planet der Affen“ erinnert, auch wenn George – trotz seiner erkennbaren Intelligenz – als Affe wahrgenommen wird.

Rampage – Big meets Bigger: George und Davis (Dwayne Johnson) © Warner Bros.

Als Behälter mit einer giftigen Substanz, die bei einer Explosion einer Raumstation freigesetzt wurden, auf die Erde gelangen, kommt es zu einer Katastrophe. Der einst friedliche Gorilla wächst zu überdimensionaler Größe heran und lässt vermehrt Aggression erkennen. Davis gelingt es nicht mehr, die Bestie unter Kontrolle zu bringen. Zur gleichen Zeit mutieren auch weit entfernt zwei weitere Tiere zu Bestien gigantischen
Ausmaßes, die eine Schneise der Verwüstung hinterlassen. Das Militär wird auf die Monster aufmerksam, kann sie aber nicht stoppen. Gentechnikerin Dr. Kate Galdwell (Naomie Harris) ist die einzige Rettung, die der Welt im Kampf gegen die Giganten bleibt.

Rampage – Big meets Bigger: Davis (Dwayne Johnson) und Dr. Kate Galdwell (Naomie Harris) © Warner Bros.

Die Geschichte ist vorhersehbar und nach zahlreichen Filmen ähnlichen Ausmaßes wissen die stetigen Kinogänger durchaus, was sie in den nächsten 107 Minuten zu erwarten haben. Die Umsetzung des Abenteuers, das zunächst wie eine Fortsetzung von „Jumanji: Willkommen im Dschungel“ scheint, hat rasante Action zu bieten. Handlungstechnisch gibt es jedoch leider kaum etwas Neues zu bieten. Fast alles hat man, schon in anderen Filmem ähnlicher Thematik gesehen. Der überdimensionale Gorilla erinnert schon sehr an King Kong, auch wenn seine weiße Behaarung ihn
als Besonderheit in Szene setzt. Warum er lediglich nur zu überdimensionaler Größe heranwächst, während die zwei anderen Tiere zudem variationsreiche Mutationen aufweisen, erschließt sich der Logik nicht.

Rampage – Big meets Bigger: Der mutierte Wolf © Warner Bros.

Selbst wenn im Film nicht direkt die „Justice League“ namentlich erwähnt worden wären, wartet man irgendwie auf dessen Erscheinen. Sie tun es natürlich nicht, auch wenn Warner Bros. beide Filme im Verleih vereint. Abgesehen von den CGI-Tieren erwartet die Zuschauer bei den Darstellern eine Überraschung. „The Walking Dead“-Star Jeffrey Dean Morgan mimt einen zwielichtigen Regierungsbeamten, der sich nicht so
recht für eine der zwei Seiten zu entscheiden weiß. Als Gegenspielerin versucht sich Malin Åkerman, die als naive Sängerin in „Rock of Ages“ im Gedächtnis blieb, während Jake Lacy („How to be Single“) das naive Muttersöhnchen spielt.

Rampage – Big meets Bigger: Malin Åkerman als Genforscherin © Warner Bros.

Die Verknüpfung der Figuren gelingt Drehbuchautor Ryan Engle („The Commuter“) über die Bestien, die auf spannende und zugleich kuriose Weise Kritik an der heutigen Gentechnik üben. Wirklich spektakulär ist „Rampage – Big meets Bigger“ nicht und auch die Interaktion von Mensch und CGI-Tier funktioniert nicht immer zur vollsten Zufriedenheit und lässt dadurch die Realitätsnähe vermissen, die aber ohnehin nicht beabsichtigt ist. Dennoch könnte der Film im Hinblick auf die steigenden Temperaturen eine gelungene Abwechslung zu den Blockbustern rund um Marvel und „Star Wars“ liefern, auch wenn diese keinesfalls miteinander zu vergleichen sind. Spaß hat man dank Dwayne Johnson und dem stinkefingerzeigenden Gorilla auf jeden Fall.

Fazit:

„Rampage – Big Meets Bigger“ vereint monströse Wesen in einem Weltuntergangsszenario mit enormen Actionanteil und einer guten Prise Humor.


von Sandy Kolbuch

Mehr zum Film:
Trailer: Filminfo:

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