Gans im Glück – Filmkritik: Animationsfilm über tierische Familienbanden

Gans im Glück: Peng mit den Enten Lissy und Lucky © Original Force Ltd. / © 2018 Wild Bunch

Die Kritik:

© Original Force Ltd. / © 2018 Wild Bunch Germany

Familie ist etwas wunderbares. Dabei ist es ganz egal, ob es sich um die leibliche Familie handelt, in die man hineingeboren wurde, oder um die Familie, die man selbst gewählt hat. In ihrem neuen Animationsfilm “Gans Im Glück“ widmet sich das Produzententeam von “Shrek – Der tollkühne Held“, “Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen“ und “Hotel Transsilvanien“ einer ganz besonderen Familie.

Die Geschichte spielt im fernen China und handelt von dem Gänserich Peng, der sich mit seinen Macho-Allüren stets von seiner Schar abgrenzen will. Immer wieder erzürnt er Bing, den Anführer der Gänse, mit seinen waghalsigen Flugkunststücken, die stets das Formationsflugtraining seiner Artgenossen stört. Als es wieder zu einem Zwischenfall kommt, den Peng selbst zu verschulden hat, ruiniert er sich seinen Flügel. Während sich seine Artgenossen, inklusive seiner Freundin Jingjing, auf den Flug gen Süden machen, bleibt Peng mit lahmen Flügel zurück. Notgedrungen nimmt er sich den zwei Entenküken Lissy und Lucky an, die durch seine Schuld ebenfalls den Anschluss zu ihrer Schar verloren haben. Obwohl die zwei Küken im mächtig auf die Nerven fallen, lässt er sich darauf ein, ihre “Ersatzmama“ zu spielen. Da dem ungewöhnlichen Trio ein finsterer Kater Banzou auf den Fersen ist, will Peng die Winzlinge als Schutzschild nutzen. Doch bald muss der stolze Gänserich erkennen, dass ihm die Enten ans Herz gewachsen sind und in ihm wahre Vatergefühle auslösen, gegen die er sich einfach nicht mehr wehren kann.

Gans im Glück: Gänserich Peng © Original Force Ltd. / © 2018 Wild Bunch Germany

Der Animationsfilm ist fröhlich bunt und liefert mit seinen vielen lustigen Tieren Unterhaltung für die Kleinen. Da neben dem quirligen Gänserich, seinen Freunden und den zwei Entenküken aber auch finstere Gesellen wie Kater Banzou zu sehen sind, ist der Film ab sechs Jahren geeignet. Die Geschichte ist schnell zu überblicken. Der quirlige Gänserich, der nicht auf die Anweisungen des Anführers hören will, muss mit den Konsequenzen leben, als er wieder einmal Unfug baut. Als die anderen Gänse im Herbst zu einem wärmeren Domizil aufbrechen, bleibt er zurück. Sein Unglück entpuppt sich für die zwei kleinen Entenküken als Glücksgriff. Mit Peng an ihrer Seite können sie nicht nur dem bösen Kater entgehen und den Weg zu ihrem eigentlichen Ziel finden, sie entkommen am Ende sogar dem Suppentopf.

Gans im Glück: Peng mit den Adoptivkindern Lissy und Lucky © Original Force Ltd. / © 2018 Wild Bunch

Mit rund 90 Minuten Lauflänge fällt der Film für ganz kleinen Kinobesucher eventuell etwas lang aus. Kinder ab sechs Jahren werden jedoch ihren Spaß bei der Geschichte habe, die ganz versteckt einen moralischen Zeigefinger parat hält und zum Nachdenken anregt.
Optisch kann der Film durchaus mit den Produktionen der großen Studios mithalten. Die fein detaillierten Federkleider der Enten und Gänse sehen kuschelig aus, während der Panzer der Schildkröte Larry mit Strukturen überrascht. Der farbenfrohe Sonnenuntergang und das hektische Treiben in der Stadt der Menschen sind zauberhaft eingefangen. Selbst in 2D lässt sich eine bemerkenswerte Tiefe erkennen, in der sich die Vögel und andere bunte Tiere tummeln. Für die momentan warmen Temperaturen liefert “Gans im Glück“ kurzzeitige Unterhaltung im klimatisierten Kino.

Gans im Glück: Kater Banzou © Original Force Ltd. / © 2018 Wild Bunch
  • 6/10
    - 6,0/10
6/10

Kurzfassung

Die Produzenten von “Shrek“ widmen sich mit ihrem neuen Animationsfilm der Thematik der Familie und unterhalten mit einer Geschichte, die bereits kleine Zuschauer zum Nachdenken anregt.

Fazit:

“Gans im Glück“ vereint amüsante Figuren, Alltagsprobleme, Humor und Spaß in einer Geschichte, die einen unerwarteten Realismus an den Tag legt.


von Sandy Kolbuch

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