Fifty Shades of Grey – Befreite Lust – Filmkritik: Erotikfilm mit Thrillerelementen

Fifty Shades of Grey – Befreite Lust: Anastasia (Dakota Johnson) und Christian Grey (Jamie Dornan)
Fifty Shades of Grey – Befreite Lust: Anastasia (Dakota Johnson) und Christian Grey (Jamie Dornan) © Universal Pictures

Die Kritik:

© Universal Pictures

Seitdem der Starttermin des dritten Teils der Filmreihe „Fifty Shades of Grey“ bekanntgegeben wurde, haben die Fans sehnsüchtig auf das Finale gewartet. Nachdem Anastasia Steele (Dakota Johnson) am Ende von „Fifty Shades of Grey: Gefährliche Liebe„ den Heiratsantrag von Christian Grey (Jamie Dornan) angenommen hat, beginnt der finale Film mit der Traumhochzeit des Paares. Direkt nach der Feier startet das Paar in die Flitterwochen nach Frankreich, wo sie ihre Zweisamkeit genießen. Doch das Glück währt nicht lange, als Christian von seiner Assistentin aus der Firmenzentrale die Nachricht erhält, dass Jemand in den Serverraum eingebrochen ist und wichtige Daten gestohlen hat. Ein Blick auf die Überwachungsaufnahmen reicht, um Anastasias Ex-Chef Jack Hyde (Eric Johnson) als Täter zu entlarven. Überstürzt reisen Christian und Anastasia in die USA zurück, stets von Leibwächtern umgeben.

ifty Shades of Grey – Befreite Lust: Anastasia (Dakota Johnson) und Christian Grey (Jamie Dornan) © Universal Pictures

Im dritten Teil steht erneut die Beziehung der Hauptfiguren im Fokus, die an den Alltagsproblemen und der verschiedenen Ansichten zu scheitern droht. Noch immer kann sich Christian gegenüber seiner Frau dominieren, die jedoch zusehends aus ihrer Position auszubrechen weiß. Sie setzt sich über Christians Wunsch hinweg und geht weiterhin unter ihrem Mädchennamen ihrem Job nach. Die ständige Anwesenheit eines Leibwächters nimmt sie zähneknirschend hin, zumal sie den Ernst der Lage nicht zu erkennen mag. Das Auftauchen von Jack Hyde hat zur Folge, dass sich Christian mit seiner traumatischen Vergangenheit auseinandersetzen muss, was die Beziehung zu seiner Frau überschattet. Die Übergriffe von Hyde wirken an den Haaren herbeigezogen und wenig innovativ. Seine Rachegelüste nach all den Jahren sind nicht nachvollziehbar und wirken über weite Strecken wie ein Spiel zwischen den Figuren, das schlicht aus dem Ruder zu laufen scheint.

ifty Shades of Grey – Befreite Lust: Jack Hyde (Eric Johnson) © Universal Pictures

Die in die Handlung eingeflochtenen Sexszenen wirken losgelöst von der übrigen Handlung und scheinen nicht immer ganz zu passen. Romantik sucht man vergebens, weil der Sex lediglich wieder der Unterwerfung eines Partners durch den anderen dient. Anastasia, die im Laufe der Reihe sichtlich gereift ist und sich von einem naiven Mauerblümchen zu einer selbstbewussten Frau entwickelt hat, nutzt den Sex nun ebenfalls zur Dominierung der Macht. Die Bebilderung dessen ist unfreiwillig komisch, weil die Mittel zum Zweck auf kuriose Weise eingefangen werden. Wirkliche Spannung kommt nicht auf, auch wenn der Versuch dessen im Ansatz zu erahnen ist.

Fifty Shades of Grey – Befreite Lust: Anastasia (Dakota Johnson) und Christian Grey (Jamie Dornan) © Universal Pictures

Von großen Gefühlen kann lediglich in den letzten Filmminuten die Rede sein, wenn Christian nach einem Unfall von Anastasia erkennt, was er wirklich an ihr hat. Wenn die Stationen ihrer Liebe in einem Zeitraffer zusammengefasst werden, bekommt man auch als Zuschauer ein warmes Gefühl, welches durch den Soundtrack getragen wird.

Fazit:

Das Finale von „Fifty Shades of Grey“ stellt einmal mehr das Vermögen der männlichen Hauptfigur in den Fokus. Der Zuschauer wird Zeuge davon, dass viele Probleme mit Geld gelöst werden können und das Sex der Unterwerfung dient. Gefühle bleiben dabei meist auf der Strecke, auch wenn dies die eingefleischten Fans der Bücher und der darauf basierenden Filme anders sehen werden.


von Sandy Kolbuch

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