Es Kapitel 2 – Filmkritik

BILL SKARSGÅRD als Pennywise
BILL SKARSGÅRD als Pennywise © WARNER BROS. ENTERTAINMENT INC.

Die Kritik:

Es Kapitel 2 Hauptplakat
Es Kapitel 2 Hauptplakat © WARNER BROS. ENTERTAINMENT INC.

Alle 27 Jahre tyrannisiert eine dunkle Macht unschuldige Menschen, verschlingt haufenweise Kinder mit ihren eigenen Ängsten und sorgt dafür, dass eine bestimmte kleine amerikanische Stadt, zu fürchten anfängt. Keiner kann dieses Böse Es aufhalten – eine Macht, die sich am liebsten als Horrorclown Pennywise zeigt – keiner, bis auf eine Gruppe Kinder, die allesamt nicht sehr beliebt sind und wovon jeder Einzelne seine eigenen Schwächen und Ängste mitbringt, wo sich ES ordentlich dran bedienen kann. Bestehen tut diese Gruppe der Verlierer aus Beverly, Bill, Richie, Mike, Eddie & Ben. 6 Kinder, die allesamt wirklich vor einigen Dingen Angst haben, doch bereit sind alles auf eine Karte zu setzen, um das Böse zu stoppen und sie schaffen es auch im ersten Teil. Doch die letzten 27 Jahre hat ES gewartet und ist nun wieder bereit sich zu zeigen. Bereit um noch grausamer, gruseliger und blutiger zu werden als noch im 1. Teil (Dem erfolgreichsten Horrorfilm aller Zeiten). Doch reicht dieses Ziel auch für einen besseren Film als sein Vorgänger oder schafft er es nicht und bleibt dahinter zurück?

Leider ja, der Film bleibt dahinter zurück und schafft es nicht mehr seinen Vorgänger zu wiederholen. Er hat dieselben Schwächen wie andere Fortsetzungen und ist nicht mehr so frisch und originell wie Teil 1. Er möchte größer, besser und brutaler sein und wagt dafür wirklich viel, verliert aber auch ordentlich.

ISAIAH MUSTAFA als Mike Hanlon, BILL HADER als Richie Tozier, JAMES McAVOY als Bill Denbrough, JESSICA CHASTAIN als Beverly Marsh and JAY RYAN als Ben Hascomb
ISAIAH MUSTAFA als Mike Hanlon, BILL HADER als Richie Tozier, JAMES McAVOY als Bill Denbrough, JESSICA CHASTAIN als Beverly Marsh and JAY RYAN als Ben Hascomb © WARNER BROS. ENTERTAINMENT INC.

Doch eins nach dem anderen. Erstmal muss ehrlich zugeben, gibt es wirklich einen überzeugenden Cast.
Einen Cast bestehend aus, Jessica Chastain als Beverly. Sie ist immer wieder eine sichere Nummer und kann einfach nicht schlecht spielen. Sie ist eine unfassbar gute Schauspielin und passt sehr gut in diese Rolle. Leider muss man aber zugeben, dass da mehr möglich gewesen wäre und man wirklich nicht das ganze Potenzial ausschöpft. Das Gleiche gilt auch für James McAvoy als Bill. Der hatte zwar auch einige Filme, die nicht so dolle waren, wie z.B. zuletzt noch „Glass„. Doch auch er spielt eigentlich immer ganz gut und so auch hier. Auch bei ihm wäre mehr möglich gewesen, aber es ist wirklich noch gut. Bill Hader hingegen stand in den letzten Jahren wirklich nicht für gute Filme und er hat mich nicht groß interessiert. Hier ist das aber was anderes und als Richie sorgt er wirklich für die meisten Witze und ist einfach ein unfassbar sympathischer Kerl.

Auch hier ist das Casting perfekt, genauso wie eben bei Jessica und James. Es ist ein Casting, dass mir im gesamten sehr positiv aufgefallen ist, da es nicht nur Schauspieler mit einer gewissen Größe, sondern auch welche waren, denen man die Hoffnungen, Ängste, Sorgen und Freuden ihrer Kinderversionen zu jeder Zeit ansehen kann und das nicht nur, weil alle eins zu eins so aussehen wie die Kinder. Doch auch Bill Skårsgard als Pennywise ist einfach so unfassbar stark und man merkt, dass man da wirklich keinen besseren für hätten finden können. In Sachen Freundschaft, Liebe, Zusammenhalt, aber auch im Horraspekt und beim Anzahl des Blutes wird nochmal eine Schippe darauf gelegt und es ist ein Film der großteils das erfüllt, was man als Fan davon erwartet.

BILL SKARSGÅRD als Pennywise
BILL SKARSGÅRD als Pennywise © WARNER BROS. ENTERTAINMENT INC.

Dennoch sollte man vielleicht trotzdem seine Erwartungen etwas weiter herunterschrauben, da „Es Kapitel 2“ wie bereits erwähnt manche Schwäche mitbringt und die Fehler macht, die auch schon viele Fortsetzungen vor ihm gemacht haben. Er möchte einfach zu viel und fühlt sich an vielen Stellen zu sehr gewollt an. So als hätte man unbedingt den zweiten Teil so schnell wie möglich hinterher schmeißen wollen, ohne alles komplett auszuarbeiten. Er macht Dinge auf, die er nicht alle ganz zufriedenstellend erklärt und ist mit seinen 170 Minuten auch einfach viel zu lang. 30 Minuten kürzer hätten ihm gutgetan. Es gibt einige Szenen, die man problemlos hätte herausnehmen können. Wobei der Regisseur Andrés Muschietti oft Mal betont hat, dass er schon enorm viel herausschmeißen musste um den Film nicht noch länger zu machen, als er jetzt eh schon ist. Wenn Teil 2 aber gut ankommen wird, dann hätte er auch große Lust darauf, Teil 1 & 2 zusammenzuschneiden (so wie es auch beim alten Klassiker der Fall war) und alle Szenen mitreinzunehmen, die hier und beim Vorgänger fehlen. Diese Fassung wäre dann 6,5 – 7 Stunden lang. Also wirklich eine große Freude für jeden Fan. Wenn ihr diese Fassung sehen wollt, könnt ihr gerne dazubeitragen, dass Teil 2 ein Erfolg wird und ins Kino gehen.

Filmwertung
8/10

Kurzfassung

„ES – Kapitel 2“ ist ein Film, der wirklich gut anfängt, doch durch seine Lauflänge nach und nach abbaut, bis er dann beim Endkampf komplett übertreibt. Ein Film von Fans für Fans.

Fazit:

„ES – Kapitel 2“ ist ein Film, der wirklich gut anfängt, doch durch seine Lauflänge nach und nach abbaut, bis er dann beim Endkampf komplett übertreibt. Es sind viele Horrorszenen, die zwar für sich funktionieren, doch sich ab einem gewissen Punkt einfach nur noch wiederholen. Dabei bleiben sie auch enorm vorhersehbar und man weiß selbst vieles schon, bevor man diesen Film eigentlich gesehen hat. Das hat mich wirklich enttäuscht. Dennoch gibt’s hier aber wirklich Schauspieler, die wissen was sie tun. Viele Rückblenden mit dem jungen Cast, wo es immer wieder schön ist auch Mal die Kinder zu sehen. Viele Horrorszenen, die länger darauf Halten als bei Teil 1 und wo man sich trotz der Vorhersehbarkeit auch immer wieder erschrecken und zusammenzucken kann. Bedeutet für Fans ist es genau das Richtige und die werden hier ihren Spaß finden, wobei es wirklich besser wäre die Erwartungen etwas runterzuschrauben. Wer aber schon den ersten Teil nicht so wirklich mochte, sollte auch hier die Finger von lassen. Es ist ein Film von Fans für Fans.


von Peter Brauer

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