Rogue Warfare – Der Feind -Blu-ray Kritik

Will Yun Lee in Rogue Warfare - Der Feind
Will Yun Lee in Rogue Warfare - Der Feind © Tiberius Film

Die Kritik:

Rogue Warfare – Der Feind: Blu-ray Cover © Tiberius Film

Der Terroristenanführer Muhammad Aabib (Roman Mitichyan) rekrutiert im Nahen Osten ständig weitere Truppen für seine Armee. Er will der Welt zeigen, dass er nur durch die Politik und den Medien zum Feind gemacht wurde und seine Angriffe nur Verteidigungen gegen sein Land seien. Dem US-Präsidenten (Stephen Lang) interessiert das recht wenig und schickt daher eine Gruppe von Soldaten los, die aus den verschiedensten Ländern kommen. Diese internationalen Kämpfer wollen sich dem Terrorismus stellen und das Leid ein für alle Male beenden.

„Rogue Warfare – Der Feind“ ist ein amerikanischer Kriegsfilm und spielt in einer alternativen, nahen Zukunft. Der UN-Sicherheitsrat, bestehend aus den USA, England, China, Frankreich und Russland hat eine Kampftruppe zusammengestellt, die dafür spezialisiert sind in Kriegsgebieten ihre Ziele zu liquidieren. Der Film fängt aber nicht damit an, dass sie etabliert werden, sondern beginnt mit einem Monolog des antagonistischen Terroristenanführers. Dieser redet über die Moralität des Krieges, über die politische Situation in seinem Land und über die Medienaufmerksamkeit, die allerdings ein falsches Bild von ihm und seinen Anhängern darstellen. Dieses Bild scheint aber doch zu stimmen, da er sich in den darauffolgenden Szenen neue Rekruten für seine Armee sucht und bei der Auswahl ist er nicht zimperlich. Erst nach etlichen Minuten wird die Gegenseite, also die Guten, beleuchtet und es wird erklärt, wie sich nach dem Zweiten Weltkrieg der UN-Sicherheitsrat gebildet hat. Leider ist aber schon ab der ersten Einstellung die gute Seite völlig unsympathisch.

Szene aus Rogue Warfare - Der Feind
Szene aus Rogue Warfare – Der Feind © Tiberius Film

In der Gruppe befinden sich nur äußerst provozierende Persönlichkeiten, die eher Streit suchen, als den Frieden zu wahren. Der Film schleppt sich von dort an von Erklärung zu Erklärung, denn aus irgendwelchen Gründen müssen ständig Aspekte dem Zuschauer deutlich offenbart werden. Dadurch zieht sich der Film unglaublich und das Verhalten der Protagonisten lässt sie nicht besser aussehen. Es ist zwar moralisch und politisch extrem verwerflich, aber der Film schafft es unabsichtlich die Terroristen besser als die Guten dastehen zu lassen. Der Anführer bekommt wenigstens irgendeine Handlung zugeschrieben und gerade durch seinen packenden Anfangsmonolog werden seine Motive dem Zuschauer nahegelegt.

Szene aus Rogue Warfare - Der Feind
Szene aus Rogue Warfare – Der Feind © Tiberius Film

Im Kriegsgebiet angekommen stößt der Film dann ins komplette Chaos. Die Dialoge waren zwar vorher schon stumpfsinnig, aber auf einmal sprechen alle Charaktere nur noch sinnloses Militär-Geschwafel und eine wirkliche Handlung ist nicht mehr zu erkennen. Das Hauptziel ist zwar klar, aber durch riesige Logiklücken entsteht ein unfassbares Gewusel aus Gewalt und fehlender Dramaturgie. Aber wenigstens sieht die Gewalt noch recht interessant aus. Dadurch, dass die verschiedenen Nationalitäten unterschiedliche Waffenarten benutzen, bietet der Film immerhin viel Abwechslung und baut dadurch eine Spannung auf.

Der Regisseur Mike Gunther („Beatdown“/„Setup“) versucht mit diesem Film das erste Mal ein Kriegsfilm zu inzensieren, doch scheitert an dieser Aufgabe. Noch nicht einmal die beiden hochkarätigen Schauspieler Stephen Lang („Avatar“/„Don’t Breathe“) und Roman Mitichyan („War Dogs“/„The Promise“) können diese Last tragen.

Bild:

Immerhin sieht das Bild sehr wertig aus. Es kommt zu keinerlei rauschenden Momenten und die Schwarzwerte sind sehr intensiv. Der Kameramann John T. Connor („Star Trek“/„Looper“) erzielt vor allem mit seiner experimentellen Perspektiven eine interessante Perspektive.

Ton:

Der Ton wurde auf DTS-HD 5.1 abgemischt, bietet aber im Vergleich zu ähnlichen Genrevertretern keine nennenswerten Aspekte. Es kommt aber zu keinerlei Überlappungen oder Störungen.

Extras:

Bei den Extras befinden sich Trailer und ein Making-of, welches vor allem vieles über die Drehlocation und den Umgang mit der schweren Thematik von dem Cast und der Crew zeigen.

Blu-ray Wertung
  • 4/10
    Film - 4/10
  • 8/10
    Bild - 8/10
  • 6/10
    Ton - 6/10
  • 5/10
    Extras - 5/10
5/10

Kurzfassung

Der Film stürzt sich in wilde Gefechte, die zwar gut aussehen, aber weder Sinn noch Verstand besitzen.

Fazit:

„Rogue Warfare – Der Feind“ hat leider viele Probleme. Neben den unglaublich unsympathischen Protagonisten kann einfach keine stringente Handlung erzählt werden. Der Film stürzt sich in wilde Gefechte, die zwar gut aussehen, aber weder Sinn noch Verstand besitzen.


von René Fischell


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